. .

 

#20 Sicherheitsmängel

Keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland bekäme heute noch eine Genehmigung.
Zum lesen klicken

Ob fehlende Schutzhülle, marode Elektrik oder spröder Stahl: Kein einziges Atomkraftwerk in Deutschland ist sicherheitstechnisch auf dem Stand von Wissenschaft und Technik, den das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. Da helfen auch millionenteure Nachrüstungen nichts.

Als Neubau bekäme wegen der eklatanten Sicherheitsmängel heute keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland nochmals eine Genehmigung.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]... Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe zu laxen Sicherheitsstandards bei deutschen AKW http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomsicherheit-nur-auf-pr... taz-Bericht zum selben Thema http://www.ippnw.de/atomenergie/atom-recht/artikel/7521a961c8/bundesum... Info der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) über ein internes Papier des Bundesumweltministeriums, das allen Atomkraftwerken die Missachtung des Stands von Wissenschaft und Technik attestiert

 

#21 Altersrisiko

Je länger ein Atomkraftwerk in Betrieb ist, desto unsicherer wird es.
Zum lesen klicken

Technik und Elektronik halten nicht ewig. Schon gar nicht in einem Atomkraftwerk. Rohre werden spröde, Steuerungen fallen aus, Ventile und Pumpen versagen. Risse wachsen, Metalle korrodieren. Im Atomkraftwerk Davis Besse (Ohio/USA) fraß sich ein Loch unbemerkt durch den 16 Zentimeter dicken Stahl des Reaktordruckbehälters. Nur noch eine dünne Schicht Edelstahl an der Innenseite verhinderte das Leck.

Je länger ein Atomkraftwerk läuft und je älter es ist, desto riskanter ist sein Betrieb. Das kann man auch aus der Statistik der meldepflichtigen Ereignisse ablesen: Alte Reaktoren wie Biblis und Brunsbüttel tauchen dort deutlich häufiger auf als jüngere.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4388... Bericht von „Report Mainz“ über zunehmende Sicherheitsrisiken bei älteren Atommeilern http://kotting-uhl.de/cms/default/dokbin/339/339840.entwicklung_der_an...pdf Statistik des Bundesumweltministeriums zu defekten bei Bauteilen und Komponenten der unterschiedlichen Reaktorbaulinien, zusammengestellt von MdB Sylvia Kotting-Uhl (Grüne) http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/atomkraft/20090806...pdf BUND-Studie „Gefahren von Laufzeitverlängerungen“ http://www.presseportal.de/pm/65442/1437820/landeszeitung_lueneburg Landeszeitung Lüneburg: Interview mit Christian Kurth (Öko-Institut) zur eingeschränkten Nachrüstungsmöglichkeit von Atomkraftwerken http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über Sicherheitsrisiken bei Laufzeitverlängerungen www.ausgestrahlt.de/sicherheitscheck Interaktiver AKW-Sicherheitscheck von .ausgestrahlt http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/standorte/karte_kw.html AKW-Störfallstatistik des Bundesamts für Strahlenschutz http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/akw_mit_... Greenpeace-Info zum Altersrisiko von Atomanlagen

 

#22 Meldepflichtige Ereignisse

Alle drei Tage kommt es zu einem ›sicherheitsrelevanten Ereignis‹ in einem deutschen Atomkraftwerk.
Zum lesen klicken

Die Störfallmeldestelle des Bundesamts für Strahlenschutz verzeichnet Jahr für Jahr zwischen 100 und 200 Störfälle und für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse in deutschen Atomkraftwerken – seit 1965 insgesamt etwa 6.000. Jedes Jahr haben einige dieser meldepflichtigen Ereignisse das Potenzial, einen schweren Unfall auszulösen. Dass es bisher in Deutschland nicht zum Super-GAU kam, war mehrmals nur Zufall und Glück.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Me...pdf Greenpeace: Liste der meldepflichtigen Ereignisse in deutschen Atomkraftwerken 1965-2008 http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/standorte/karte_kw.html Störfallstatistik des Bundesamts für Strahlenschutz www.ausgestrahlt.de/sicherheitscheck Interaktiver AKW-Sicherheitscheck von .ausgestrahlt http://www.contratom.de/wissen/sicherheit/stoerfaelle/ Aktualisierte Zusammenstellung der meldepflichtigen Ereignisse aus Atomanlagen in Deutschland und anderswo http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/20_jahre_tschernobyl/kalende... Greenpeace-Kalender mit 365 Atomanlagen-Unfällen

 

#23 Ersatzteilmangel

Bei Reparaturarbeiten an Atomkraftwerken entstehen leicht neue Fehler.
Zum lesen klicken

Die noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke in Deutschland sind zwischen 1974 und 1989 ans Netz gegangen. Viele Bauteile gibt es heute gar nicht mehr. Für Reparaturen muss also Ersatz gebastelt werden. Ein riskantes Unterfangen, denn wenn sich die Ersatzteile nicht unter allen Umständen genau so verhalten wie das Originalbauteil, kann das gravierende Folgen haben.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/ausgestrahlt-rb_20... Seite 3 – Interview mit dem Reaktorsicherheitsexperten Christian Küppers, Öko-Institut Darmstadt http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4388... Bericht von „Report Mainz“ über zunehmende Sicherheitsrisiken bei älteren Atommeilern http://www.ippnw.de/presse/presse-2009/artikel/e0c4a89b1b/atomaufsicht... Informationen der IPPNW zu Pfusch bei Nachrüstungen und Reparaturen am AKW Biblis http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,654829,00.html Spiegel-online: Bericht über eine Studie zum selben Thema http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über folgenschwere Reparatur-Fehler, die etwa zum Forsmark-Störfall im Sommer 2006 führten http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#24 Steinzeittechnik

30 Jahre alte Technik ist nur eins: reif für den Schrott!
Zum lesen klicken

Der Baubeginn der noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke lag zwischen 1970 und 1982.

Kein vernünftiger Mensch würde je behaupten, ein Auto wie der VW-411 von 1970 sei heute noch »sicherheitstechnisch auf dem aktuellen Stand« – selbst wenn er in der Zwischenzeit die Stoßdämpfer erneuert, die Bremsen gewechselt und Anschnallgurte nachgerüstet hätte. Und jeder, der ankündigte, seinen Commodore-C64-Heimcomputer (Bj. 1982-93) auf heutige Standards nachrüsten zu wollen, würde lauthals ausgelacht.

Nur bei Atomkraftwerken ist all das nach Ansicht ihrer Betreiber kein Problem …

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/atomkraft/20090806...pdf BUND-Studie „Gefahren von Laufzeitverlängerungen“ www.ausgestrahlt.de/sicherheitscheck Interaktiver AKW-Sicherheitscheck von .ausgestrahlt http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über Sicherheitsrisiken alter Atomkraftwerke http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4388... Bericht von „Report Mainz“ über zunehmende Sicherheitsrisiken bei älteren Atommeilern

Quellen

http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über Sicherheitsrisiken alter Atomkraftwerke

 

#25 Erdbebengefahr

Atomkraftwerke sind nicht ausreichend gegen Erdbeben geschützt.
Zum lesen klicken

Fessenheim bei Freiburg, Philippsburg bei Karlsruhe und Biblis bei Darmstadt – alle drei Atomkraftwerke stehen im Oberrheingraben, der seismisch aktivsten Zone Deutschlands. Trotzdem sind sie wie alle Reaktoren in Deutschland;nur leicht gegen Erdbeben gesichert.

Das Atomkraftwerk Fessenheim etwa würde ein Beben, wie es 1356 die Stadt Basel zerstörte, nur überstehen, wenn das Epizentrum mindestens 30 Kilometer entfernt wäre. Ob sich die Kräfte im Untergrund daran wohl halten?

Das Atomkraftwerk Biblis ist nur gegen Erdbeschleunigungen von 1,5 m/s2 ausgelegt. Seismologen erwarten zwischen Mannheim und Darmstadt allerdings deutlich stärkere Stöße. Und im kalkigen Untergrund des AKW Neckarwestheim wäscht das Grundwasser Jahr für Jahr bis zu 1.000 Kubikmeter neue Hohlräume aus.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/erdbeben-verboten.html Informationen des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein zum Atomkraftwerk Fessenheim und seiner Erdbeben(un)sicherheit http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Anlage_B_-_Biblis_B_i...pdf Anhang „Erdbebengefahr“ zur Klagebegründung der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) auf Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis B http://www.geologie.uni-stuttgart.de/edu/bwgeo/bwge02.htm Informationen des Instituts für Geologie der Uni Stuttgart zur Hohlraumbildung unter dem AKW Neckarwestheim http://www.i-st.net/~buendnis/presse03/msg00047.html Bericht der Stuttgarter Nachrichten über einen Bodeneinbruch unweit des AKW Neckarwestheim

 

#26 Flugzeugabsturz

Atomkraftwerke sind nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt.
Zum lesen klicken

Kein Atomkraftwerk in Deutschland würde den Absturz eines vollgetankten Passagierflugzeuges überstehen. Das hat die Gesellschaft für Reaktorsicherheit in einem – ursprünglich geheimen – Gutachten für das Bundesumweltministerium erläutert.

Sieben Reaktoren haben sogar nur so dünne Betonwände, dass bereits der Absturz eines Militärjets oder ein Angriff mit panzerbrechenden Waffen eine Katastrophe auslösen kann.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,7595401,00.html Frontal 21 (ZDF): TV-Bericht über die verschwiegenen Risiken eines Flugzeugabsturzes auf AKW, mit Link zu einem Regierungsvermerk über ein Gutachten der Internationalen Länderkommission Kerntechnik (ILK) zur Verwundbarkeit aller AKW durch Flugzeugabstürze http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/keine_ch... Greenpeace- Informationen zur unterschätzten Gefahr durch Flugzeugabstürze auf AKW, mit Ausbreitungsrechnungen für die AKW Biblis, Brunsbüttel, Philippsburg und Isar sowie mit Zitaten aus internen Regierungsdokumenten zur Gefahr von Flugzeugabstürzen http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/atomkraft/20021127_atomkraf...pdf Zusammenfassung des GRS-Gutachtens zur Sicherheit der Atomkraftwerke gegen Flugzeugabstürze http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/atomkraft/20080904...pdf BUND-Hintergrundpapier zur Gefahr von Flugzeugabstürzen und Sabotageakten gegen Atomkraftwerke http://www.ippnw.de/atomenergie/atomenergie-sicherheit/artikel/c8a149e... Hintergrundpapier der IPPNW zum selben Thema www.ausgestrahlt.de/sicherheitscheck Interaktiver AKW-Sicherheitscheck von .ausgestrahlt http://www.sortirdunucleaire.org/english/downloads/secretdefense-eng.p...pdf Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über den mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze (engl.) http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=sinformer&sousmenu=the... Hintergrundinformation von „Sortir du Nucléaire“ zum mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze, darunter das als „militärische Verschlusssache“ deklarierte Originaldokument und eine Stellungsnahme von Greenpeace dazu (frz.)

 

#27 Einstürzende Neubauten

Selbst neue Reaktortypen sind nicht sicher.
Zum lesen klicken

Auch bei dem angeblich so hochmodernen Europäischen Druckwasserreaktor (EPR), an dem der französische Atomkonzern AREVA derzeit in Finnland und Frankreich baut, sind schwere Unfälle bis hin zur Kernschmelze möglich. Große Mengen radioaktiver Stoffe könnten in die Umgebung gelangen. Die Leittechnik, die den Reaktor steuern und im Notfall sicher herunter fahren soll, halten die finnische, die britische und die französische Atomaufsicht gar für so riskant, dass sie dagegen mit einer gemeinsamen Erklärung protestierten.

Noch nicht einmal gegen einen simplen Flugzeugabsturz ist der angeblich supersichere neue Reaktor geschützt. Anstatt dessen Bau zu stoppen, stempelte die französische Regierung die brisante Expertise lieber zur militärischen Verschlusssache.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.heise.de/tp/blogs/2/141520 Telepolis-Bericht über konzeptionelle Fehler beim Sicherheitssystem des EPR http://stuk.fi/stuk/tiedotteet/2009/fi_FI/news_571/_files/823890039789...pdf Gemeinsame Erklärung der finnischen, britischen und französischen Atomaufsichtsbehörden zu Sicherheitsdefiziten des EPR (engl.) http://www.ippnw.de/atomenergie/atomenergie-sicherheit/artikel/daf795a... Hintergrundinformation der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) zu den sicherheitstechnischen Defiziten des Europäischen Druckwasser-Reaktors (EPR) http://www.sortirdunucleaire.org/english/downloads/secretdefense-eng.p...pdf Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über den mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze (engl.) http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=sinformer&sousmenu=the... Hintergrundinformation von „Sortir du Nucléaire“ zum mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze, darunter das als „militärische Verschlusssache“ deklarierte Originaldokument und eine Stellungsnahme von Greenpeace dazu (frz.) http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=sinformer&sousmenu=the... Dossier des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über den EPR (frz.)

 

#28 Versicherungsschutz

50 Autos sind zusammen besser versichert als ein Atomkraftwerk.
Zum lesen klicken

Ein Super-GAU in einem Atomkraftwerk in Deutschland verursacht Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro. Das hat die Prognos AG 1992 in einem Gutachten für das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium errechnet.

Die Haftpflichtversicherung aller Atomkraftwerksbetreiber zusammen deckt ganze 2,5 Milliarden Euro ab – also 0,1 Prozent des zu erwartenden Schadens. 50 Autos auf dem Parkplatz eines Atomkraftwerks sind zusammengenommen besser versichert als das Atomkraftwerk selbst!

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/politische-analyse/atompol... .ausgestrahlt-Information: „Wer haftet bei Atomunfällen?“ http://www.atomhaftpflicht.de Unterschriftenkampagne von IPPNW, BUND und Neuer Richtervereinigung für eine sofortige volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke mit ausführlichen Hintergrundinformationen und Fallbeispielen http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

 

#29 Super-GAU

Der Super-GAU kann jeden Tag passieren.
Zum lesen klicken

Die ›Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B‹ von 1989 beziffert das Risiko eines Super-GAUs aufgrund technischen Versagens in einem westdeutschen Atomkraftwerk mit 0,003 Prozent pro Jahr. Das klingt wenig. Aber allein in der EU gibt es (Stand Ende 2007) 146 Atomkraftwerke. Bei einer Betriebszeit von 40 Jahren käme es hier demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von über 16 Prozent zu einem Super-GAU. Viele mögliche Störfallszenarien und gefährliche Altersmängel in den Reaktoren sind dabei gar nicht berücksichtigt – genauso wenig wie alle Unfälle, die, wie Harrisburg und Tschernobyl, unter anderem durch menschliches Versagen passieren.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-96/9610210m.htm Hintergründe und Studien zum Thema Reaktorsicherheit http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

Quellen

Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B. – GRS-A-1600, Köln, Juni 1989. Rechenweg: (1 - 0,003 %) hoch 146 hoch 40 = 83,928694 % (Wahrscheinlichkeit, dass kein Super-GAU passiert); 1 – 83,928694 % = 16,071305954 % Wahrscheinlichkeit, dass ein Super-GAU passiert)

 

#30 Sicherheitsranking

Deutsche Atomkraftwerke sind sogar im internationalen Vergleich unsicher.
Zum lesen klicken

Deutsche Atomkraftwerke gehören »zu den sichersten der Welt«? Von wegen! Bei einem internationalen Sicherheitsvergleich der OECD im Jahr 1997 schnitt das bundesdeutsche Referenz-Atomkraftwerk (Biblis B) hinsichtlich der Kernschmelz-Festigkeit am schlechtesten ab. Wasserstoffexplosionen seien besonders wahrscheinlich, der Sicherheitsbehälter aus Stahl besonders instabil, urteilten die Gutachter: In Biblis sei »die Gefahr extrem hoch, dass es bei einer Kernschmelze zu massiven Freisetzungen von Radioaktivität kommt«.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=16340 Informationen der IPPNW über das OECD-Sicherheitsranking von Atomkraftwerken aus sieben Industrieländern 1997 http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#31 Unwetter

Schon ein Gewitter kann das Aus bedeuten.
Zum lesen klicken

Ein Stromausfall im Atomkraftwerk, der sogenannte Notstromfall, gehört zu den gefährlichsten Situationen in einem Reaktor. Ohne intakte Notstromversorgung fällt dann die Kühlung aus, es droht die Kernschmelze. Als Auslöser genügt oft schon ein simples Unwetter. Achtmal zwischen 1977 und 2004 führten Blitz oder Sturm in einem westdeutschen Atomkraftwerk zum Ausfall wichtiger Instrumente, zum gefürchteten Notstromfall oder gar, wie am 13. Januar 1977 im Atomkraftwerk Gundremmingen A, zum Totalschaden. Gefahren drohen auch durch Überschwemmungen: Im französischen Atomkraftwerk Blayais an der Atlantikküste fallen deswegen regelmäßig Teile der Kühlsysteme aus.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=14155 IPPNW-Zusammenstellung von Atomkraftwerks-Störfällen in Deutschland aufgrund von Unwettern http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#32 Profitsucht

Im Zweifel gilt auch im Atomkraftwerk: Profit geht vor Sicherheit – selbst nach Explosionen.
Zum lesen klicken

»Leichenblass« kommt eine Gruppe Inspektoren Anfang 2002 aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel. Direkt neben dem Reaktordruckbehälter haben sie eine Rohrleitung begutachtet – beziehungsweise das, was davon noch übrig ist: 25 Trümmerteile. Am 14. Dezember 2001 hatte eine Wasserstoffexplosion das zehn Zentimeter dicke Rohr (Wandstärke: fünf bis acht Millimeter) auf drei Metern Länge in Stücke gerissen.

Der damalige Betreiber HEW (heute: Vattenfall) meldete eine »spontane Dichtungsleckage«, sperrte die Leitung ab – und ließ den Reaktor weiterlaufen. Es war schließlich Winter, die Strompreise an der Börse auf einem Rekordhoch. Erst als das Kieler Sozialministerium massiv Druck machte, fuhr HEW den Reaktor Mitte Februar herunter, um eine Inspektion zu ermöglichen. Das Atomkraftwerk musste anschließend 13 Monate vom Netz bleiben.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/katastrophenschutz/brunsbutte... Information des Umweltinstitut München über die Wasserstoffexplosion im Atomkraftwerk Brunsbüttel http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]... Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe über die mangelhafte Zuverlässigkeit des AKW-Betreibers Vattenfall http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/vattenfall-akw-muss-an-di... taz-Bericht über die mangelhafte Sicherheitskultur bei Vattenfall

 

#33 Risiko Mensch

Menschen machen Fehler – im Atomkraftwerk ist das fatal.
Zum lesen klicken

Ventil falsch bedient, Warnsignal übersehen, Schalter vergessen, Kommandos missverstanden, falsch reagiert – es gibt Dutzende von Fällen, bei denen nicht die Technik, sondern der Mensch für hochgefährliche Situationen im Atomkraftwerk verantwortlich ist. Das Risiko Mensch ist nicht kalkulierbar.

Ausgerechnet der Mensch, die Betriebsmannschaft, soll aber im Falle eines Störfalls wichtige, von der normalen Betriebsweise abweichende Notfallmaßnahmen durchführen, um eine Kernschmelze noch zu verhindern. Atomkraft verlangt fehlerfreie Menschen. Die gibt es aber nicht – schon gar nicht in extremen Stress-Situationen wie bei einem Störfall im Atomkraftwerk.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.bbu-online.de/stellungnahme/bbustellungnahmen/05.11.htm Stellungsnahme des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur geplanten Änderung des Atomgesetzes 2001, mit Beschreibung der „Accident-Management“-Maßnahmen (Punkt 4) http://www.gruene-niedersachsen.de/cms/presse/dokbin/150/150376.gutach... Grüne Niedersachsen: Gutachten „Schwere Unfälle im AKW Esenshamm und ihre Folgen“ mit Beispielen für mangelhafte Sicherheitskultur http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/090326_Hintergrundp...pdf Greenpeace-Dossier über den Kernschmelzunfall von Harrisburg 1979

 

#34 Borsäure

Mehrere Betreiber von Atomkraftwerken haben jahrelang systematisch die Betriebsvorschriften missachtet.
Zum lesen klicken

17 Jahre lang startete das Atomkraftwerk Philippsburg ohne ausreichende Bor-Konzentration in den Notflutbehältern. Deren Inhalt soll bei einem Störfall den Reaktorkern fluten. Fehlt das Bor im Notflutwasser, hat das Fluten des Kerns einen Effekt wie Benzin ins Feuer gießen.

Die Betreiber störte das nicht. Sie setzten sich vielmehr mit voller Absicht über die Vorschriften im Betriebshandbuch hinweg. Ermittlungen ergaben, dass auch in anderen Atomkraftwerken jahrelang das Notkühlsystem wegen zu wenig Bor nicht voll funktionsfähig war.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.bbu-online.de/stellungnahme/bbustellungnahmen/05.11.htm Stellungsnahme des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur geplanten Änderung des Atomgesetzes 2001, mit Beschreibung der Sicherheitsdefizite im Atomkraftwerk Philippsburg (Punkt 6) http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/15871/Abschlussbericht...pdf Abschlussbericht für den Landtag von Baden-Württemberg über den Borsäuremangel im Atomkraftwerk Philippsburg

 

#35 Kabelsalat

Fehler in der Elektrik sind in Atomkraftwerken gang und gäbe – mit gravierenden Folgen.
Zum lesen klicken

Im Sommer 2006 steht Europa kurz vor der Katastrophe. Wegen konzeptioneller Fehler in der Verkabelung springen im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark nach einem Kurzschluss und Stromausfall die Notstromaggregate nicht an. Nur Minuten bleiben bis zum Beginn einer Kernschmelze. Kein Einzelfall: Im Atomkraftwerk Brunsbüttel stand wegen Fehlern in der Elektrik seit der Inbetriebnahme des Reaktors im Jahr 1976 keine ausreichende Notstromversorgung der Not- und Nachkühlsysteme zur Verfügung. Und das Atomkraftwerk Biblis musste gleich reihenweise falsche, lockere und schlampig ausgeführte Verkabelungen melden.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,654829,00.html Spiegel-online: Bericht eines ehemaligen Arbeiters über Pfusch im AKW Biblis http://www.ippnw.de/biblis-zeitung.pdf Zeitung der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) mit Insider-Berichten über die Missstände im Atomkraftwerk Biblis B http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/atomkraft/20070712...pdf Hintergrundpapier des BUND zu den Vattenfall-Atomkraftwerken, unter anderem den Störfällen in Forsmark und Brunsbüttel http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über den Störfall in Forsmark im Sommer 2006 http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#36 Schlimmer als Tschernobyl

Ein Super-GAU in einem hiesigen Atomkraftwerk hätte noch schlimmere Folgen als Tschernobyl.
Zum lesen klicken

Die Atomkraftwerke in Deutschland haben kein Grafit im Reaktorkern, das Feuer fangen könnte wie in Tschernobyl. Daher würde die radioaktive Wolke nach einer Explosion nicht in so hohe Luftschichten getragen. Dafür stiege die radioaktive Belastung im Umkreis von einigen Hundert Kilometern massiv an. Deutschland ist siebenmal dichter besiedelt als die Region um Tschernobyl, das Rhein-Main-Gebiet etwa 30-mal so dicht. Es würden also deutlich mehr Menschen mit noch höheren Strahlendosen belastet.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

Quellen

Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B. – GRS-A-1600, Köln, Juni 1989 http://www.contratom.de/news/newsanzeige.php?newsid=13898 http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html

 

#37 Krebs für Millionen

Bei einem Super-GAU in Deutschland müssen Millionen von Menschen mit schweren Gesundheitsschäden rechnen.
Zum lesen klicken

Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat – unter Berücksichtigung der Erfahrungen von Tschernobyl – die zu erwartenden Gesundheitsschäden nach einem schweren Atomunfall in Deutschland abgeschätzt. Für den Fall eines Super-GAUs etwa im Atomkraftwerk Biblis rechnet sie mit 4,8 Millionen zusätzlichen Krebserkrankungen. Hinzu kommen alle anderen direkten und indirekten Gesundheitsschäden durch Strahlung, Evakuierung und Verlust der Heimat.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/keine_ch... Greenpeace-Ausbreitungsrechnungen der radioaktiven Wolke nach einem schweren Reaktorunfall, konkret für die AKW Biblis, Brunsbüttel, Philippsburg und Isar http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/a... Greenpeace: Auswirkungen eines schweren Reaktorunfalls im AKW Krümmel http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992) http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#38 Heimatverlust

Bei einem Super-GAU wird ein Gebiet von Zigtausend Quadratkilometern dauerhaft unbewohnbar.
Zum lesen klicken

Millionen von Menschen werden nach einem Super-GAU in einem deutschen Atomkraftwerk nicht mehr in ihre Häuser, Wohnungen, Betriebe zurückkehren können. Wo sollen sie leben, arbeiten, unterkommen? Wer kümmert sich um ihre Gesundheit? Wer kommt für ihren Schaden auf? Die Stromkonzerne sicher nicht – die sind dann längst pleite.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992) http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/keine_ch... Greenpeace-Ausbreitungsrechnungen der radioaktiven Wolke nach einem schweren Reaktorunfall, konkret für die AKW Biblis, Brunsbüttel, Philippsburg und Isar http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/a... Greenpeace: Auswirkungen eines schweren Reaktorunfalls im AKW Krümmel http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#39 Evakuierung

Die Evakuierung einer ganzen Region binnen weniger Stunden ist nicht möglich.
Zum lesen klicken

Die Katastrophenschutzpläne für Atomkraftwerke gehen davon aus, dass die radioaktive Wolke nach Beginn des Unfalls noch mehrere Tage im Reaktor zurückgehalten werden kann – Zeit, um die Bevölkerung zu evakuieren.

Was aber, wenn ein Flugzeug, ein Erdbeben oder eine Explosion das Atomkraftwerk zerstört? Oder wenn, wie etwa in Krümmel möglich, der Sicherheitsbehälter binnen Minuten durchschmilzt? Dann bleiben, je nach Wetterlage, gerade einmal ein paar Stunden, um ganze Regionen zu räumen.

Neue Ausbreitungsrechnungen zeigen, dass die Strahlenbelastung selbst in 25 Kilometer Entfernung und bei Aufenthalt im Haus binnen weniger Stunden so hoch ist, dass sie in der Hälfte der Fälle zum Tod führt. Die radioaktive Wolke macht dort sicher nicht halt. Für alle weiter entfernten Gebiete aber gibt es gar keine Evakuierungspläne.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/keine_ch... Greenpeace-Ausbreitungsrechnungen der radioaktiven Wolke nach einem schweren Reaktorunfall, konkret für die AKW Biblis, Brunsbüttel, Philippsburg und Isar http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/a... Greenpeace: Auswirkungen eines schweren Reaktorunfalls im AKW Krümmel http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992) http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#40 Jod-Mangel

Jod-Tabletten nützen nichts, wenn man das Haus verlassen muss, um sie zu erhalten.
Zum lesen klicken

Jodtabletten sollen im Falle eines Atomunfalls die Strahlenbelastung durch radioaktives Jod vermindern. Doch nur im engsten Umkreis um Atomkraftwerke wurden die Tabletten bereits vorsorglich an die Haushalte verteilt. In allen anderen Gebieten sind sie im Rathaus gelagert oder müssen erst noch eingeflogen werden. Abholen wird schwierig: denn der Katastrophenschutzplan rät, das Haus nicht zu verlassen.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/katastrophenschutz/katastroph... Informationen des Umweltinstituts München zur Katastrophenschutzplanung bei Atomunfällen http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/katastrophenschutz-fessenh... Informationen des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein zum Katastrophenschutzplan am Beispiel des Atomkraftwerks Fessenheim http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/keine_ch... Greenpeace-Ausbreitungsrechnungen der radioaktiven Wolke nach einem schweren Reaktorunfall, konkret für die AKW Biblis, Brunsbüttel, Philippsburg und Isar http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/presseerklaerungen/artikel/a... Greenpeace: Auswirkungen eines schweren Reaktorunfalls im AKW Krümmel http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#41 Wirtschafts-Kollaps

Ein Super-GAU führt zum volkswirtschaftlichen Zusammenbruch.
Zum lesen klicken

Ein Super-GAU in einem Land wie Deutschland würde einen Schaden von 2,5 bis 5,5 Billionen Euro verursachen. Das hat die Prognos AG bereits vor 20 Jahren in einer Studie für das Bundeswirtschaftsministerium errechnet. Inflationsbereinigt wäre die Summe heute sicher noch höher anzusetzen.

Zum Vergleich: Die Konjunkturpakete der 20 größten Wirtschaftsnationen der Welt zur Abfederung der aktuellen Wirtschaftskrise haben alle zusammen ein Volumen von insgesamt 3,5 Billionen Euro.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992) http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html .ausgestrahlt-Hintergrundinformationen zur Sicherheit von Atomkraftwerken

 

#103 Filz im Kern

Losgerissene Dämmstoffe können die Kühlkanäle im Reaktor verstopfen.
Zum lesen klicken

Ein kleines Leck führt am 28. Juli 1992 im schwedischen AKW Barsebäck beinahe zum GAU: Das ausströmende Wasser reißt Dämmmaterial mit sich, die feinen Fasern verstopfen die Ansaugsiebe, durch die das Wasser zurück in den Reaktor gepumpt werden soll. Das ‚Sumpfsiebproblem‘, stellt sich heraus, könnte auch in anderen Reaktoren im Notfall die Kühlung des Kerns lahmlegen. Experimente zeigen noch Beunruhigenderes: Besonders feine Fasern können durch das Sieb bis in den Reaktorkern vordringen und dort einen Filz bilden, der die dünnen Kühlkanäle verstopft.

Ende 2008 erklärte die Reaktorsicherheitskommission die jahrelangen Versuche, das Problem grundsätzlich zu lösen, für gescheitert. Die AKW blieben trotzdem alle am Netz.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.zeozwei.de/allgemein/verstopfung-im-reaktorsumpf_02-07-2009... Artikel über das "Sumpfsiebproblem" im Magazin ZeoZwei der Deutschen Umwelthilfe http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/45002.php Information des Bundesumweltministeriums zum Sumpfsiebproblem http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]... Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe zum Sumpfsiebproblem

 

#104 Muscheln und Blätter

Schon ein paar Pflanzenreste können einen Reaktorkern zum Schmelzen bringen.
Zum lesen klicken

Eine „teilweise Verstopfung“ des Kühlsystems zwang das elsässische AKW Fessenheim Ende 2009 zu einer Notabschaltung: Eine größere Menge Pflanzenreste aus dem Rhein war tief in das Rohrsystem des Kühlkreislaufs gelangt. Die Atomaufsichtsbehörde berief ihren Notfallstab ein. Kurz zuvor hatte Treibgut aus der Rhône bereits das Kühlsystem des AKW Cruas lahmgelegt.

Hartnäckiger noch ist Corbicula fluminae. Eingeschleppt aus Fernost vermehrt sich die Körbchenmuschel inzwischen auch in mitteleuropäischen Flüssen rasant. Ihre Mini-Larven gelangen durch jeden Filter. Schweizer AKW-Betreiber greifen noch zum Hochdruckreiniger. In den USA musste 1980 wegen der Schalentiere bereits ein AKW den Betrieb einstellen.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen
 

#105 Pfusch am Bau

Auf der Reaktorbaustelle in Finnland herrschen schlimmere Zustände als beim Bau der Kölner U-Bahn.
Zum lesen klicken

4.300 Arbeiter aus 60 Ländern werkeln am Prototyp des „Europäischen Druckwasserreaktors“ (EPR) im finnischen Olkiluoto. Die Zustände auf der Baustelle sind haarsträubend: Im Stahlbeton fehlen Teile der Armierung, Vorarbeiter sprechen die Sprache ihrer Mitarbeiter nicht, Schweißnähte reißen auf, Inspektoren ordnen an, fehlerhafte Stellen mit Beton zuzuschütten. Dazu 16-Stunden-Schichten, Dumpinglöhne, Hire-and-Fire – ein „Sklavenreaktor“.

Die finnische Atomaufsichtsbehörde hat bereits über 3.000 Baumängel registriert, vom falschen Beton im Fundament bis zu vorschriftswidrig verschweißten Rohren des Kühlsystems.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/pfusch_a... Greenpeace-Bericht über die Zustände auf der EPR-Baustelle im finnischen Olkiluoto http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/In...pdf Interviews mit polnischen EPR-Arbeitern http://www.ippnw.de/presse/presse-2009/artikel/e0c4a89b1b/atomaufsicht... IPPNW-Pressemitteilung zum Pfusch beim EPR und anderen Reaktoren http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,654629,00.html Spiegel-Bericht über die Pannenbaustelle EPR http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-47675-4.html Spiegel-Grafik zu ausgewählten Bau- und Konstruktionsmängeln des EPR

 

#106 Rasant wachsende Risse

Wichtige Rohre in Atomkraftwerken bekommen Risse, ohne dass es jemand merkt.
Zum lesen klicken

Für das AKW Würgassen bedeuteten sie das Aus, beim Reaktor in Stade beschleunigten sie das Ende, die Meiler in Krümmel und Brunsbüttel standen wegen ihnen viele Jahre still: Die Rede ist von Rissen in Rohren, Behältern, Schweißnähten und Armaturen. Den verschiedensten Stahlsorten bescheinigten Experten in den vergangenen Jahrzehnten bereits Rissfestigkeit, stets erwiesen sich diese Prognosen als falsch. Richtig ist: Selbst kleine Risse können urplötzlich rasant wachsen. Es drohen Rohrbrüche und Lecks – beste Voraussetzung für eine Kernschmelze.

Besonders beunruhigend: Die allermeisten Risse wurden zufällig entdeckt – etwa wenn, wie in Krümmel, der Reaktor sowieso längere Zeit stillstand. Sonst ist nämlich keine Zeit für umfangreichere Prüfungen.

als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/gr... http://www.gruene-fraktion-bayern.de/cms/forschung_und_hochschule/dokb... Stellungnahme des Reaktorsicherheitsexperten Wolfgang Neumann zu Sicherheitsproblemen des AKW Isar I mit besonderem Schwerpunkt auf Materialermüdung und Risse (Kapitel 9) http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html#c2000 Interview mit dem Reaktorsicherheitsexperten Christian Küppers (Öko-Institut) über Sicherheitsmängel an AKW und warum man sie (nicht) findet http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/der-skandalreaktor/ taz-Artikel zum AKW Krümmel, das immer wieder mit Rissen zu kämpfen hat

 

#107 Nachrüstung

Intern räumt selbst die CDU unlösbare Sicherheitsdefizite bei Uralt-Meilern ein.
Zum lesen klicken
Drei Tage nach der Bundestagswahl 2009 übersandten die CDU-Ministerpräsidenten Koch und Oettinger (Hessen und Baden-Württemberg) den Spitzen von CDU und CSU ein umfangreiches „Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“, das den Weg zu längeren AKW-Laufzeiten weisen soll. Das Papier benennt auch die „sicherheitsrelevanten Unterschiede“, sprich Defizite, der älteren Reaktoren – und stellt klar, dass diese selbst mit erheblichem Aufwand nicht behoben werden können. Vielmehr sei „durch die bestehende Anlagenkonzeption den Nachrüstungen Grenzen gesetzt“.
als E-Mail versenden jetzt twittern auf Facebook teilen

weiterführende Informationen

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4388... Bericht von „Report Mainz“ über Sicherheitsrisiken bei der Nachrüstung von Atommeilern https://service.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkra... „Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“ der CDU http://blog.greenpeace.de/atom-masterplan-der-cdu/ Greenpeace-Blog zum „Atom-Masterplan der CDU“ http://www.ausgestrahlt.de/sicherheitscheck Interaktiver AKW-Sicherheitscheck von .ausgestrahlt http://www.ausgestrahlt.de/shop/argumente-broschueren.html#c2091 .ausgestrahlt-Broschüre „Sicher ist nur das Risiko“

 
Schriftgröße ändernText verkleinern Schriftgröße ändernSchrift vergrößern
JETZT MIT BONUSGRÜNDEN