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#102 Tschernobyl

Der Reaktorunfall von Tschernobyl hat das Leben von Hunderttausenden zerstört.
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Etwa 800.000 ‚Liquidatoren‘ kommandierte die Sowjetunion nach dem Super-GAU im AKW Tschernobyl (Ukraine) zu Katastrophenschutz- und Aufräumarbeiten ab. Über 90 Prozent davon sind heute invalide. 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe erhielten 17.000 ukrainische Familien staatliche Unterstützung, weil der Vater als ‚Liquidator‘ starb.

Die Krebsrate in Weißrussland stieg zwischen 1990 und 2000 um 40 Prozent, die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass allein in der Region Gomel mehr als 50.000 Kinder im Laufe ihres Lebens Schilddrüsenkrebs bekommen. Fehl-, Früh- und Totgeburten nahmen nach dem Unfall drastisch zu. 350.000 Menschen, die in der Nähe des Reaktors wohnten, mussten ihre Heimat für immer verlassen.

Noch 1.000 Kilometer entfernt, in Bayern, kam es strahlenbedingt zu bis zu 3.000 Fehlbildungen. Die nach Tschernobyl erhöhte Säuglingssterblichkeit in mehreren europäischen Ländern forderte wohl um die 5.000 Opfer.

Die Belastung kommender Generationen etwa durch genetische Schäden lässt sich wie viele andere Folgen des Unfalls gar nicht abschätzen. Sicher ist: Die Katastrophe von 1986 ist noch lange nicht zu Ende.

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weiterführende Informationen

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Gesundheitliche_Folge...pdf IPPNW-Studie „Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl – 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe“ http://www.chernobyl.info/index.php?userhash=580254&navID=29&lID=1 Internationale Kommunikationsplattform zu den Langzeit-Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,655907,00.html Spiegel-Online: Fotos aus Tschernobyl und Interview mit dem Fotografen http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atomunfaelle/ Greenpeace-Informationen, Fotos und Videos aus und zu Tschernobyl http://www.youtube.com/watch?v=-TgczLGbZSA Film „Die wahre Geschichte von Tschernobyl“ http://www.youtube.com/watch?v=G4RLvZ282PE&feature=related Film „Pripyat - Leben und Arbeiten bei Tschernobyl“

Quellen

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Gesundheitliche_Folge...pdf http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Gesundheitliche_Folgen_Tschernobyl.pdf http://www.tschernobylkongress.de http://www.tschernobylkongress.de

 

#103 Filz im Kern

Losgerissene Dämmstoffe können die Kühlkanäle im Reaktor verstopfen.
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Ein kleines Leck führt am 28. Juli 1992 im schwedischen AKW Barsebäck beinahe zum GAU: Das ausströmende Wasser reißt Dämmmaterial mit sich, die feinen Fasern verstopfen die Ansaugsiebe, durch die das Wasser zurück in den Reaktor gepumpt werden soll. Das ‚Sumpfsiebproblem‘, stellt sich heraus, könnte auch in anderen Reaktoren im Notfall die Kühlung des Kerns lahmlegen. Experimente zeigen noch Beunruhigenderes: Besonders feine Fasern können durch das Sieb bis in den Reaktorkern vordringen und dort einen Filz bilden, der die dünnen Kühlkanäle verstopft.

Ende 2008 erklärte die Reaktorsicherheitskommission die jahrelangen Versuche, das Problem grundsätzlich zu lösen, für gescheitert. Die AKW blieben trotzdem alle am Netz.

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weiterführende Informationen

http://www.zeozwei.de/allgemein/verstopfung-im-reaktorsumpf_02-07-2009... Artikel über das "Sumpfsiebproblem" im Magazin ZeoZwei der Deutschen Umwelthilfe http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/45002.php Information des Bundesumweltministeriums zum Sumpfsiebproblem http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]... Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe zum Sumpfsiebproblem

 

#104 Muscheln und Blätter

Schon ein paar Pflanzenreste können einen Reaktorkern zum Schmelzen bringen.
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Eine „teilweise Verstopfung“ des Kühlsystems zwang das elsässische AKW Fessenheim Ende 2009 zu einer Notabschaltung: Eine größere Menge Pflanzenreste aus dem Rhein war tief in das Rohrsystem des Kühlkreislaufs gelangt. Die Atomaufsichtsbehörde berief ihren Notfallstab ein. Kurz zuvor hatte Treibgut aus der Rhône bereits das Kühlsystem des AKW Cruas lahmgelegt.

Hartnäckiger noch ist Corbicula fluminae. Eingeschleppt aus Fernost vermehrt sich die Körbchenmuschel inzwischen auch in mitteleuropäischen Flüssen rasant. Ihre Mini-Larven gelangen durch jeden Filter. Schweizer AKW-Betreiber greifen noch zum Hochdruckreiniger. In den USA musste 1980 wegen der Schalentiere bereits ein AKW den Betrieb einstellen.

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#105 Pfusch am Bau

Auf der Reaktorbaustelle in Finnland herrschen schlimmere Zustände als beim Bau der Kölner U-Bahn.
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4.300 Arbeiter aus 60 Ländern werkeln am Prototyp des „Europäischen Druckwasserreaktors“ (EPR) im finnischen Olkiluoto. Die Zustände auf der Baustelle sind haarsträubend: Im Stahlbeton fehlen Teile der Armierung, Vorarbeiter sprechen die Sprache ihrer Mitarbeiter nicht, Schweißnähte reißen auf, Inspektoren ordnen an, fehlerhafte Stellen mit Beton zuzuschütten. Dazu 16-Stunden-Schichten, Dumpinglöhne, Hire-and-Fire – ein „Sklavenreaktor“.

Die finnische Atomaufsichtsbehörde hat bereits über 3.000 Baumängel registriert, vom falschen Beton im Fundament bis zu vorschriftswidrig verschweißten Rohren des Kühlsystems.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/pfusch_a... Greenpeace-Bericht über die Zustände auf der EPR-Baustelle im finnischen Olkiluoto http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/In...pdf Interviews mit polnischen EPR-Arbeitern http://www.ippnw.de/presse/presse-2009/artikel/e0c4a89b1b/atomaufsicht... IPPNW-Pressemitteilung zum Pfusch beim EPR und anderen Reaktoren http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,654629,00.html Spiegel-Bericht über die Pannenbaustelle EPR http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-47675-4.html Spiegel-Grafik zu ausgewählten Bau- und Konstruktionsmängeln des EPR

 

#106 Rasant wachsende Risse

Wichtige Rohre in Atomkraftwerken bekommen Risse, ohne dass es jemand merkt.
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Für das AKW Würgassen bedeuteten sie das Aus, beim Reaktor in Stade beschleunigten sie das Ende, die Meiler in Krümmel und Brunsbüttel standen wegen ihnen viele Jahre still: Die Rede ist von Rissen in Rohren, Behältern, Schweißnähten und Armaturen. Den verschiedensten Stahlsorten bescheinigten Experten in den vergangenen Jahrzehnten bereits Rissfestigkeit, stets erwiesen sich diese Prognosen als falsch. Richtig ist: Selbst kleine Risse können urplötzlich rasant wachsen. Es drohen Rohrbrüche und Lecks – beste Voraussetzung für eine Kernschmelze.

Besonders beunruhigend: Die allermeisten Risse wurden zufällig entdeckt – etwa wenn, wie in Krümmel, der Reaktor sowieso längere Zeit stillstand. Sonst ist nämlich keine Zeit für umfangreichere Prüfungen.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/gr... http://www.gruene-fraktion-bayern.de/cms/forschung_und_hochschule/dokb... Stellungnahme des Reaktorsicherheitsexperten Wolfgang Neumann zu Sicherheitsproblemen des AKW Isar I mit besonderem Schwerpunkt auf Materialermüdung und Risse (Kapitel 9) http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/sicherheit.html#c2000 Interview mit dem Reaktorsicherheitsexperten Christian Küppers (Öko-Institut) über Sicherheitsmängel an AKW und warum man sie (nicht) findet http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/der-skandalreaktor/ taz-Artikel zum AKW Krümmel, das immer wieder mit Rissen zu kämpfen hat

 

#107 Nachrüstung

Intern räumt selbst die CDU unlösbare Sicherheitsdefizite bei Uralt-Meilern ein.
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Drei Tage nach der Bundestagswahl 2009 übersandten die CDU-Ministerpräsidenten Koch und Oettinger (Hessen und Baden-Württemberg) den Spitzen von CDU und CSU ein umfangreiches „Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“, das den Weg zu längeren AKW-Laufzeiten weisen soll. Das Papier benennt auch die „sicherheitsrelevanten Unterschiede“, sprich Defizite, der älteren Reaktoren – und stellt klar, dass diese selbst mit erheblichem Aufwand nicht behoben werden können. Vielmehr sei „durch die bestehende Anlagenkonzeption den Nachrüstungen Grenzen gesetzt“.
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weiterführende Informationen

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4388... Bericht von „Report Mainz“ über Sicherheitsrisiken bei der Nachrüstung von Atommeilern https://service.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkra... „Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“ der CDU http://blog.greenpeace.de/atom-masterplan-der-cdu/ Greenpeace-Blog zum „Atom-Masterplan der CDU“ http://www.ausgestrahlt.de/sicherheitscheck Interaktiver AKW-Sicherheitscheck von .ausgestrahlt http://www.ausgestrahlt.de/shop/argumente-broschueren.html#c2091 .ausgestrahlt-Broschüre „Sicher ist nur das Risiko“

 

#108 Kalter Krieg

Gorleben war Niedersachsens Rache an der DDR – für deren undichtes Endlager Morsleben.
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Der in den 1970er Jahren mit der Endlagersuche beauftragte Geologe Prof. Dr. Gerd Lüttig berichtete nach seiner Pensionierung, warum der niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) den Salzstock Gorleben zum Endlager-Standort erkor, obwohl der aus fachlicher Sicht nur „dritte Wahl“ war: aus Rache an den „Ostzonalen“ für das grenznahe DDR-Endlager Morsleben, das auch Niedersachsen zu verseuchen drohte. Albrechts Motto: „Jetzt werden wir's denen mal zeigen!“
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weiterführende Informationen

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/demonstration-berlin... Hintergrundinfo der BI Lüchow-Dannenberg zur Standortauswahl Gorlebens http://media.de.indymedia.org/media/2009/09//260064.mp3 Deutschlandfunk-Bericht (2009) mit Lüttig

 

#109 Leichen im Keller

In der Asse entsorgte die Atomindustrie selbst Leichenteile verstrahlter Arbeiter.
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In die als „Versuchsendlager“ getarnte einsturzgefährdete Atommüllkippe Asse II wanderte so ziemlich alles, was die Atomindustrie dringend loswerden wollte. So auch kontaminierte Körperteile der beiden Arbeiter, die bei einem Unfall im AKW Gundremmingen A am 19. November 1975 ums Leben kamen – eingeäschert und in Fässer verpackt in der Atommüllverbrennungsanlage des Kernforschungszentrums Karlsruhe.
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weiterführende Informationen

http://www.stern.de/panorama/atommuell-lager-menschliche-asche-in-der-... Stern-Bericht über die Leichenteile in der Asse. http://atommuell-lager.de/archiv/100113-Archiv-Geschichte-Atommuell-La... Eintrag zum Unfall am 19.11.1975 in der Chronik des Vereins „FORUM – Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik“ zum AKW Gundremmingen und dem dortigen Zwischenlager. http://www.asse-2-begleitgruppe.de/ Informationen der Asse II-Begleitgruppe zum Atommülllager Asse II http://www.endlager-asse.de Informationen des Bundesamt für Strahlenschutz zum Endlager Asse II

 

#110 Erkundungslüge

Die „Erkundung“ des Salzstocks Gorleben ist nur Tarnung für den Bau eines Endlagers.
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In Geheimgesprächen stimmte die Bundesregierung 1982 zu, den Salzstock Gorleben nicht, wie offiziell behauptet, nur zu „erkunden“, sondern dort gleich ein Endlager zu bauen. Die Schächte und Stollen in Gorleben sind deswegen etwa doppelt so groß wie für ein Erkundungsbergwerk nötig, Mehrkosten bisher: rund 800 Millionen Euro.

Mit diesem Trick umging die Regierung schon damals das für einen Endlagerbau nötige atomrechtliche Verfahren. Auch Umweltminister Röttgen (CDU) will für den geplanten weiteren Ausbau der Stollen den Uralt-Rahmenbetriebsplan von 1983 nutzen ‒ weil sich nur so eine Öffentlichkeitsbeteiligung weiter vermeiden lässt.

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weiterführende Informationen

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/pressemitteilungen/e... Pressemitteilung der BI Lüchow-Dannenberg zum endlagerfertigen Ausbau Gorlebens http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/demonstration-berlin... Bericht der BI Lüchow-Dannenberg über die Absprachen und Tricks mit denen die Bundesregierung seit 1983 ein Planfeststellungsverfahren für Gorleben umgeht http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Regierung-Albrecht... Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung über das Drängen der niedersächsischen Landesregierung, auf ein atomrechtliches Verfahren in Gorleben zu verzichten http://www.contratom.de/2.0/index.php?mod=artikel&id=18457 Bericht der Süddeutschen Zeitung über ein Regierungsgutachten, wonach eine erneute Verlängerung des Rahmenbetriebsplans von 1983 für Gorleben nicht zulässig ist http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Go...pdf Das Rechtsgutachten im Original http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1963282... Ausführlicher Bericht in der Frankfurter Rundschau zur Geschichte des geplanten Atommüll-Endlagers Gorleben www.gorleben-akten.de Von Greenpeace veröffentlichte umfangreiche Behördenakten zur Standortauswahl und Nicht-Eignung Gorlebens als Endlager http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/pressemitteilungen/g... Zusammenstellung der BI Lüchow-Dannenberg von Dokumenten und Akten zur Standortauswahl, zur Nicht-Eignung und zum Ausbau Gorlebens als Endlager http://www.zeit.de/2010/15/Gorleben?page=1 ZEIT-Artikel über 30 Jahre Lügen um das geplante Endlager Gorleben http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv200/208/208auftakt.html Umfassende Infos in der Zeitschrift „anti atom aktuell“ zur Geologie des Salzstocks Gorleben

 

#111 Lizenz zum Töten

Atommüll-Endlager müssen nicht dicht sein, hat das Umweltministerium beschlossen.
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Ein Atommüll-Endlager gilt selbst dann noch als „sicher“, wenn es die Radioaktivität nicht sicher von der Biosphäre fern hält. So steht es in den Sicherheitsanforderungen für Endlager, die Bundesumweltminister Gabriel (SPD) 2009 veröffentlicht hat. Vielmehr darf jeder tausendste Anwohner durch die austretende Radioaktivität an Krebs erkranken oder sonst einen einen schwerwiegenden Gesundheitsschaden erleiden. Weil die strahlenden Stoffe sich mit dem Grundwasser über große Flächen ausbreiten, sind ziemlich viele Menschen „Anwohner“ – zumal innerhalb der nächsten 1.000.000 Jahre.
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weiterführende Informationen

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/jeder-tausendste-darf-kra... taz-Artikel zu den Sicherheitsanforderungen des Bundesumweltministeriums an Endlager http://www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/appl... Sicherheitsanforderungen des Bundesumweltministeriums an Endlager

 

#112 Platzendes Glas

Verglaste Atomsuppe kann bersten.
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Hochradioaktiv, flüssig, stark selbsterhitzend und explosionsgefährdet sind die Abfälle, die bei der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente entstehen. Um diese „Atomsuppe“ zumindest etwas handhabbarer zu machen, wird sie in Glas eingeschmolzen – eine chemisch angeblich sehr stabile Verbindung.

Chemiker wiesen allerdings nach, dass auch diese Glaskokillen bei Kontakt mit Wasser unter Umständen bersten, die hochgefährlichen Stoffe ausgewaschen werden können. Wehe, das Endlager bleibt nicht allezeit trocken!

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weiterführende Informationen

http://linkszeitung.de/akwcas100205liz.html Artikel der Linkszeitung über die Gefahr berstender Glaskokillen und die Pläne zur Behälterlosen Einlagerng derselben in ein Endlager

 

#113 Passend gemacht

Weil in Gorleben keine schützende Tonschicht über dem Salzstock liegt, soll eine solche für ein Endlager plötzlich nicht mehr nötig sein.
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1995 untersucht die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 41 norddeutsche Salzstöcke auf ihre mögliche Eignung als Atommüll-Endlager. Die Studie stellt explizit die große Bedeutung „der Barriere-Funktion des Deckgebirges“ heraus, das den darunterliegenden Salzstock vor Wasser schützen müsse. Der Salzstock Gorleben, von einer wasserdurchströmten Rinne überzogen, blieb außen vor – er wäre sonst sofort durchgefallen.

In den neuen Endlagerkriterien von 2009 ist von einem schützenden Deckgebirge über dem Salz keine Rede mehr. Ein Endlager in Gorleben bleibt somit weiterhin möglich.

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weiterführende Informationen

http://www.castor.de/material/broschuere/zursache9.html#Das%20Quart%C3... Hintergrundinformationen der BI Lüchow-Dannenberg und Expertenbeiträge zur Nicht-Eignung des Salzstocks Gorleben als Endlager http://www3.ndr.de/sendungen/panorama_die_reporter/panorama320.html „Panorama – die Reporter“-Sendung zum Thema Atommüll, darin Interview mit dem Geologen Klaus Duphorn http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/gr...pdf Greenpeace-Studie „Das Mehrbarrierensystem bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle in einem Salzstock“ http://www.gorleben-akten.de von Greenpeace veröffentlichte umfangreiche Behördenakten zur Standortauswahl und Nicht-Eignung Gorlebens als Endlager • http://www.zeit.de/2010/15/Gorleben?page=1 – ZEIT-Artikel über 30 Ja... http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv/198/198produziert.html Artikel der Zeitschrift „anti atom aktuell“ über die Debatte um Sicherheitskriterien und das Erkundungsbergwerk im Salzstock Gorleben http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv200/208/208auftakt.html Umfassende Infos in der Zeitschrift „anti atom aktuell“ zur Geologie des Salzstocks Gorleben

 

#114 Illusion Fusion

Die Kernfusion lässt sich schon heute nutzen – in Form von Sonnenenergie. Alles andere braucht zu viel Zeit und Geld.
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Atomkraft auf die andere Art - das ist die Kernfusion. Sie will nicht durch das Spalten, sondern durch das Verschmelzen von Atomkernen Energie gewinnen. Das Problem: Dafür braucht es Temperaturen von bis zu 150 Millionen Grad, zehnmal so heiß wie die Sonne.
Einziges Beispiel einer menschengemachten Kernfusion ist bisher die Wasserstoffbombe. Ein irdisches "Fusionskraftwerk", schon in den 60ern versprochen, ist trotz vieler Forschungsmilliarden auch fünf Jahrzehnte später nicht einmal annähernd in Sicht. Sollte es je eines geben, bräuchte es als Brennstoff tonnenweise radioaktives Tritium und würde neuen gefährlichen Atommüll produzieren.
Hoch am Himmel dagegen arbeitet das größte Fusionskraftwerk unseres Planetensystems, die Sonne. Es liefert zigtausendfach mehr Energie, als wir je benötigen werden. Und es lässt sich schon heute völlig gefahrlos nutzen.
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weiterführende Informationen

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/frage-von-... Focus-Artikel zur Kernfusion http://www.ianus.tu-darmstadt.de/Aktuelles/Deutschlandfunk%2016-12-08....pdf Deutschlandfunk-Interview mit Wolfgang Liebert von der Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) zu den Proliferations-Gefahren der Kernfusion http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2130... Artikel der Frankfurter Rundschau zu den Versuchen einer Laser-Fusion in den USA http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=264... Artikel der "Frankfurter Rundschau" über die Kostenexplosion bei der Kernfusionsversuchsanlage ITER http://ec.europa.eu/research/energy/euratom/pdf/iter_communication_may...pdf Bericht der EU-Kommission zum aktuellen Stand, den Zukunftsperspektiven und den Kostensteigerungen der Fusionsversuchsanlage ITER

 

#115 Schutzlos

Kommende Generationen genießen vor Gericht keinen Schutz vor Atomgefahren.
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Ist ein Endlager undicht, schadet das in erster Linie künftigen Generationen. Allerdings kann niemand vor Gericht klagen, wenn die Behörden heute bei der Abschätzung der Langzeitsicherheit schlampen. Denn heutige Kläger sind nicht selbst betroffen, wenn der Strahlendreck in 1.000 Jahren wieder hoch kommt. Und Schäden für spätere Generationen können vor Gericht nicht geltend gemacht werden. Das hat im Streit um das geplante Endlager Schacht Konrad das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden und das Bundesverfassungsgericht bestätigt. Merke: Atommüll setzt den Rechtsstaat außer Kraft.
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weiterführende Informationen

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/kein-recht-auf-langzeitsi... taz-Artikel zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zu Schacht Konrad http://www.ausgestrahlt.de/presse/artikel/730f33f41f/ansporn-zu-neuem-...

 

#116 Bombenstoff auf dem Campus

Die TU München hortet waffenfähiges Uran – Brennstoff für ihren Reaktor.
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Trotz internationaler Proteste beharrte die TU München auf einem Forschungsreaktor, der waffenfähiges, hochangereichertes Uran als Brennstoff benötigt. Bis zu 400 Kilogramm des brisanten Materials lagern auf dem Campus in Garching. Gut 15 Kilogramm reichen selbst Anfängern für den Bau einer Atombombe.

Sogar aus den abgebrannten Brennelementen aus Garching lassen sich noch Atomwaffen herstellen. Wo bringt die TU München diesen gefährlichen Abfall unter? In der nicht sonderlich aufwendig gesicherten Castor-Halle in Ahaus.

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weiterführende Informationen

http://frm2.de/heu.htm Informationen der Bürger gegen Atomreaktor Garching zum Betrieb des FRM-II mit hochangereichertem Uran (HEU) http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m286.htm Informationen des Umweltinstituts München zum FRM-II und seinem Betrieb mit hochangereichertem Uran (HEU) http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,691200,00.html Spiegel-Online-Interview zur Gefahr des Missbrauchs waffenfähigen Urans aus Forschungsreaktoren

 
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