. .

 

#1 Abhängigkeit

Alles Uran muss importiert werden.
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In ganz Europa fördern nur noch Bergwerke in Tschechien und Rumänien kleinere Mengen Uran. In Deutschland wird seit 1991 praktisch kein Uran mehr gefördert, in Frankreich seit 2001.

Atomstrom ist keine »heimische« Energiequelle. Sie macht vielmehr abhängig von Rohstoffimporten und von multinationalen Konzernen: Zwei Drittel der Welt-Uranproduktion liegen in der Hand von vier großen Bergbauunternehmen.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/stk.html?src=stkd03e Tonbildschau des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Reichweite der Uranvorräte und zu Uran-Versorgungsengpässen (engl.) http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/ur...pdf Greenpeace-Studie zur Reichweite der Uranvorräte und zu Uran-Versorgungsengpässen http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau

 

#2 Vertreibungen

Uranabbau zerstört die Lebensgrundlagen von Zehntausenden.
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Rund 70 Prozent der Welt-Uranreserven liegen auf dem Gebiet indigener Bevölkerungsgruppen. Der Uranabbau zerstört ihre Dörfer, raubt ihre Weide- und Ackerflächen, vergiftet ihr Wasser.

Allein die Regierung Nigers hat im Jahr 2008 ausländischen Investoren für ein riesiges Gebiet im Norden des Landes 122 Konzessionen zum Abbau von Uranerz erteilt – über die Köpfe der hier lebenden Tuareg hinweg. Wie in vielen Uranabbaugebieten droht auch ihnen Enteignung und Vertreibung. So wie am 26. Januar 1996 im indischen Chatijkocha: Assistiert von Polizeieinheiten walzten die Bulldozer des Bergbauunternehmens dort ohne Vorwarnung Hütten, Scheunen und Äcker platt, um weiteren Platz für die Uranmine zu schaffen.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/uip.html Regelmäßig aktualisierte Nachrichten und Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zum Thema Uranabbau und indigene Bevölkerungen (engl.) http://www.archive.anawa.org.au/india/jaduguda.html Informationen der „Anti-Nuclear Alliance of Western Australia“ über die indische Jadugoda-Uranmine (engl.) http://www.incomindios.ch Informationen der Schweizer Menschenrechtsorganisation „Internationales Komitees für die Indianer Amerikas“ zum Thema Uranabbau und indigene Bevölkerungen http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.uranium-network.org Kampagne gegen Uranabbau mit Informationen zu einzelnen Uranabbau-Gebieten und lokalen Aktionsgruppen

 

#3 Wasserverschwendung

Uranabbau raubt kostbares Trinkwasser.
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Um das Uran aus dem Erz herauszulösen, sind große Mengen Wasser nötig. Doch in vielen Uranabbaugebieten ist Wasser Mangelware.

Der namibische Wasserversorger NamWater rechnete unlängst vor, dass bei Inbetriebnahme der geplanten Uranminen in Namibia jährlich 54 Millionen Kubikmeter Wasser fehlen werden – elfmal so viel, wie sich im gesamten Omaruru-Omdel-Delta gewinnen lassen. Der enorme Wasserbedarf der Minen und Uranerz-Aufbereitungsanlagen steht in Konkurrenz zum Wasserbedarf von Menschen, Vieh und Landwirtschaft.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/uwai.html#MILL Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Uranerzaufbereitung (engl.) http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.uranium-network.org Kampagne gegen Uranabbau mit Informationen zu einzelnen Uranabbau-Gebieten und lokalen Aktionsgruppen

 

#4 Radioaktive Schlammseen

Giftschlämme des Uranbergbaus gefährden Mensch und Umwelt.
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Bei einem Urangehalt von 0,2 Prozent bleiben von jeder Tonne Uranerz 998 Kilo giftiger Schlamm zurück, der in Senken und künstlichen Seen landet. Diese sogenannten Tailings enthalten noch 85 Prozent der Radioaktivität des Erzes und viele Gifte wie zum Beispiel Arsen.

Radioaktive Stoffe aus den Tailings verseuchen Luft und Grundwasser über Jahrtausende, ein Dammbruch oder Erdrutsch hat katastrophale Folgen.

Aus dem Schlammlagerbecken der Atlas Mine in Moab (Utah/USA) sickern seit Jahrzehnten giftige und radioaktive Substanzen ins Grundwasser und von dort in den nahe gelegenen Colorado River, der 18 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt. In Kasachstan gefährdet der radioaktive Staub eines austrocknenden Tailings die 150.000-Einwohner-Stadt Aktau. Und die zahllosen Uranschlammdeponien in engen kirgisischen Bergtälern bergen nach Ansicht der Vereinten Nationen das »Potenzial für eine internationale Katastrophe«.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/uwai.html#TAIL Umfassende Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Problematik der Uran-Tailings (Schlammdeponien aus der Uranerzaufbereitung) (engl.) http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.uranium-network.org Kampagne gegen Uranabbau mit Informationen zu einzelnen Uranabbau-Gebieten und lokalen Aktionsgruppen http://www.wise-uranium.org/stk.html?src=stkd01e Tonbildschau des „World Information Service on Energy“ (WISE) zu den Umwelt- und Gesundheitsgefahren des Uranbergbaus (engl.)

Quellen

http://moab-utah.com/rack/atlasm.html http://wise-uranium.org/uwai.html#TAIL Umfassende Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Problematik der Uran-Tailings (Schlammdeponien aus der Uranerzaufbereitung) (engl.) http://www.fz-juelich.de/gs/genehmigungen/forschung-sg/aktau http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,594166,00.html http://www.wise-uranium.org/udmoa.html

 

#5 Krebs aus der Mine

Uranbergbau verursacht Krebs.
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Radioaktive und giftige Stoffe aus Urangruben und ihren Abfallhalden machen Arbeiter und Anwohner krank, die Krebsrate steigt.

Rund 10.000 ehemalige Arbeiter der Wismut-Urangruben in Ostdeutschland sind strahlenbedingt an Lungenkrebs erkrankt. Die Einwohner der kirgisischen Uranbergbaustadt Mailuu-Suu bekommen doppelt so häufig Krebs wie ihre Landsleute. Bei den zwischen 1955 und 1990 in der Uranmine in Grants (New Mexico/USA) Beschäftigten belegte eine Studie ebenfalls erhöhte Krebs- und Todesraten. Massive Gesundheitsprobleme wegen des Uranbergbaus sind auch bei den Navajos in New Mexico und in vielen anderen Uranbergbaugebieten nachgewiesen.

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weiterführende Informationen

http://www.archive.anawa.org.au/health/oc-health.html Informationen der „Anti-Nuclear Alliance of Western Australia“ über Gesundheitsrisiken von Uranminen http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.uranium-network.org Kampagne gegen Uranabbau mit Informationen zu einzelnen Uranabbau-Gebieten und lokalen Aktionsgruppen http://www.wise-uranium.org/stk.html?src=stkd01e Tonbildschau des „World Information Service on Energy“ (WISE) zu den Umwelt- und Gesundheitsgefahren des Uranbergbaus (engl.) http://www.wise-uranium.org/uhm.html Zusammenstellung des „World Information Service on Energy“ (WISE) von Studien zum Gesundheitsrisiko von Urangruben (engl.)

Quellen

http://www.bfs.de/de/bfs/forschung/Wismut/wismut.html http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,594166,00.html http://www.wise-uranium.org/uhm.html Zusammenstellung des „World Information Service on Energy“ (WISE) von Studien zum Gesundheitsrisiko von Urangruben (engl.) http://www.wise-uranium.org/ureca.html Zusammenstellung des „World Information Service on Energy“ (WISE) von Studien zum Gesundheitsrisiko von Urangruben (engl.)

 

#6 Tote Erde

Der Uranabbau hinterlässt tote Erde.
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Die allermeisten Uranerze enthalten nur 0,1 bis 1 Prozent Uran, manche sogar nur 0,01 Prozent. Für eine Tonne Natururan sind also zwischen 100 und 10.000 Tonnen Erz nötig. Sie müssen gefördert, verarbeitet und anschließend als giftiger Schlamm Hunderttausende von Jahren sicher gelagert werden.

Hinzu kommen Millionen Tonnen von Gestein, das zu wenig Uran enthält. Dieser Abraum, ein Vielfaches des geförderten Uranerzes, ist meist ebenfalls radioaktiv. USPräsident Nixon erklärte ehemalige Uranabbaugebiete wegen der großräumigen und andauernden Verseuchung 1972 zu nationalen Opferlandschaften, den ›National Sacrifice Areas‹.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/uwai.html Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Uranerzaufbereitung (engl.) http://www.defendblackhills.org/ Informationen zu den Auswirkungen des Uranabbaus im Gebiet der Black Hills (USA/Kanada) (engl.) http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.uranium-network.org Kampagne gegen Uranabbau mit Informationen zu einzelnen Uranabbau-Gebieten und lokalen Aktionsgruppen

Quellen

http://wise-uranium.org/uwai.html Umfassende Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Problematik der Uran-Tailings (Schlammdeponien aus der Uranerzaufbereitung) (engl.) http://world-nuclear.org/info/inf75.html http://www.nirs.org/miningandpollutioninuppermidwest.pdf

 

#7 Teurer Dreck

Die Sanierung von Uranabbaugebieten verschlingt Milliarden – sofern sie überhaupt möglich ist.
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Uranbergbau hinterlässt riesige Altlasten: ganze Seen voller giftiger radioaktiver Schlämme, ganze Berge strahlenden Schutts. Über Jahrtausende bedrohen sie Grundund Trinkwasservorkommen, vergiften die Luft, gefährden die Gesundheit. Die Bergbaukonzerne verdienen gutes Geld mit dem Uranabbau. Die Folgekosten für Schutz und Sanierungsmaßnahmen muss zum größten Teil die Allgemeinheit tragen.

Die Umlagerung einer einzigen Schlammdeponie einer einzigen Uranmine in den USA verschlingt über eine Milliarde Dollar Steuergelder. Und die Sanierung der Hinterlassenschaften des DDR-Uranbergbaus kostet den Bund 6,5 Milliarden Euro – obwohl sie, um Kosten zu sparen, nach den niedrigen Strahlenschutzstandards der DDR durchgeführt wird. Viele Länder, in denen Uran abgebaut wird, können sich solche Sanierungsausgaben gar nicht leisten.

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weiterführende Informationen

http://www.gfstrahlenschutz.de/docs/wismut.pdf Stellungnahme der Gesellschaft für Strahlenschutz (GfS) zu den Ausnahmeregeln der Strahlenschutzverordnung für das Wismut-Gebiet http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.uranium-network.org Kampagne gegen Uranabbau mit Informationen zu einzelnen Uranabbau-Gebieten und lokalen Aktionsgruppen http://www.wise-uranium.org/stk.html?src=stkd01e Tonbildschau des „World Information Service on Energy“ (WISE) zu den Umwelt- und Gesundheitsgefahren des Uranbergbaus (engl.) http://www.wise-uranium.org/udcos.html Zusammenstellung des „World Information Service on Energy“ (WISE) von Daten zur Sanierung und den Sanierungskosten von ehemaligen Uranminen (engl.) http://www.wise-uranium.org/uwai.html Umfassende Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zu den Umweltauswirkungen des Uranbergbaus (engl.)

Quellen

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/100/1610077.pdf Angaben der Bundesregierung zu den Ausgaben des Bundes für Atomforschung und Atomtechnik seit 1974 http://moab-utah.com/rack/atlasm.html http://www.gfstrahlenschutz.de/docs/wismut.pdf Stellungnahme der Gesellschaft für Strahlenschutz (GfS) zu den Ausnahmeregeln der Strahlenschutzverordnung für das Wismut-Gebiet http://www.wise-uranium.org/udmoa.html

 

#8 Uran-Lücke

Die Uran-Minen können den Verbrauch der Atomkraftwerke schon seit 20 Jahren nicht mehr decken.
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Seit 1985 verbrauchen die Atomkraftwerke jedes Jahr deutlich mehr Uran, als die Uranminen aus dem Boden holen. So förderten alle Uranminen weltweit zusammen im Jahr 2006 noch nicht einmal zwei Drittel der benötigten Uranmenge. Den fehlenden Brennstoff bezogen die Atomkraftwerksbetreiber bisher aus zivilen und militärischen Lagerbeständen. Diese gehen jedoch zur Neige.

Um auch nur die Versorgung der derzeitigen Atomkraftwerke mit Brennstoff sicherzustellen, müsste die Uranfördermenge in den nächsten Jahren um mehr als 50 Prozent steigen. Dafür müssten unzählige neue Uranminen in Betrieb gehen – mit allen schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/stk.html?src=stkd03e Tonbildschau des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Reichweite der Uranvorräte und zu Uran-Versorgungsengpässen (engl.) http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/ur...pdf Greenpeace-Studie zur Reichweite der Uranvorräte und zu Uran-Versorgungsengpässen http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.rohstoffe-go.de/energie/rohstoffe-go-exklusiv/beitrag/id/IA... Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) warnt vor Uranengpässen

 

#9 Begrenzte Vorräte

Die Uranvorräte gehen schon in wenigen Jahrzehnten zur Neige.
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Weltweit sind die reichhaltigen und gut zugänglichen Uran-Lagerstätten bald erschöpft. Immer mehr Gestein muss bewegt werden, um die gleiche Menge Uran zu gewinnen. Damit steigen die Kosten, die Umweltschäden nehmen zu.

Würde man dennoch alle bekannten Uranvorräte abbauen, könnte man die derzeit rund 440 Atomkraftwerke damit gerade einmal 45 bis 80 Jahre versorgen. Mit noch mehr Atomkraftwerken wäre das Uran schon binnen kürzester Zeit verbraucht.

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weiterführende Informationen

http://wise-uranium.org/stk.html?src=stkd03e Tonbildschau des „World Information Service on Energy“ (WISE) zur Reichweite der Uranvorräte und zu Uran-Versorgungsengpässen (engl.) http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=7... Artikel von „Eurosolar“ über die wachsenden CO2-Emissionen von Atomstrom bei sinkenden Urangehalten im Erz http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/ur...pdf Greenpeace-Studie zur Reichweite der Uranvorräte und zu Uran-Versorgungsengpässen http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/der-schmutzige-ato...pdf Broschüre von .ausgestrahlt zum Thema Uranabbau http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf Artikel aus „Energie & Umwelt“ zu Uranvorräten und der „Energieklippe“ bei abnehmenden Uran-Konzentrationen im Erz

Quellen

http://www.wise-uranium.org/uwai.html Umfassende Informationen des „World Information Service on Energy“ (WISE) zu den Umweltauswirkungen des Uranbergbaus (engl.) http://www.world-nuclear.org/info/inf75.html

 

#10 Urantransporte

Ein Unfall mit Uranhexafluorid kann katastrophale Auswirkungen haben.
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Urananreicherungsanlagen verarbeiten Uran in Form von Uranhexafluorid (UF6). Eisenbahn-, Lkw- und Schiffstransporte mit dieser sehr giftigen und radioaktiven Substanz sind wöchentlich quer durch Europa unterwegs, auch mitten durch Großstädte und Ballungsräume.

Bei einem Unfall oder Brand können die Behälter platzen, der strahlende Inhalt die Umgebung kontaminieren. Das Uranhexafluorid reagiert dann mit der Luftfeuchtigkeit zu hochgiftiger und extrem ätzender Flusssäure: eine tödliche Gefahr für Mensch und Umwelt im Umkreis von mehreren Kilometern.

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weiterführende Informationen

http://www.grs.de/kommunikation_medien/publikationen/view_1.html?downl...pdf (S. 132 136) – Zusammenfassung der Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zu Unfallgefahren bei Uranhexafluorid-Transporten http://www.wise-uranium.org/euf6h.html Informationssammlung des „World Information Service on Energy“ (WISE) zu Gefahren von Uranhexafluorid (engl.)

 

#11 Plutoniumfracht

Zur Produktion von Brennstäben rollen jedes Jahr viele Tonnen reines, waffenfähiges Plutonium über europäische Straßen.
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Viele Atomkraftwerke setzen sogenannte MOX-Brennelemente ein, eine Mischung aus Uranoxid und Plutoniumoxid. Letzteres stammt meist aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente. Schon etwa sieben Kilogramm Plutonium genügen zum Bau einer Atombombe, eingeatmet reichen einige Mikrogramm aus, um sicher Krebs zu erzeugen.

Die MOX-Brennelementefabriken in Frankreich und Belgien werden jährlich mit mehreren Tonnen reinen Plutoniumoxids beliefert – per Lkw über die Autobahn.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/greenpea... Greenpeace-Info über Plutonium-Transporte http://www.greenpeace.fr/stop-plutonium/dossiers/WISETransPu.pdf Greenpeace-Dossier u.a. über Plutoniumtransporte in Frankreich (S. 23) (frz.) http://www.greenpeace.fr/stop-plutonium/transports_secret.php3 Greenpeace-Info über Plutonium-Transporte (frz.)

 

#12 Krebsgefahr

Atomkraftwerke machen nicht nur Kinder krank.
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Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist sein Risiko, an Krebs zu erkranken. Im 5-Kilometer-Umkreis um deutsche Atomkraftwerke erkranken Kinder unter fünf Jahren 60 Prozent häufiger als im bundesweiten Durchschnitt. Die Leukämie-Rate ist sogar mehr als doppelt so hoch (+ 120 %). Leukämie (Blutkrebs) wird besonders leicht durch radioaktive Strahlung ausgelöst.

Daten aus den USA legen nahe, dass auch Erwachsene rings um Atomanlagen häufiger an Krebs erkranken.

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weiterführende Informationen

http://www.bfs.de/de/kerntechnik/kinderkrebs Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) im Volltext sowie verschiedene Zusammenfassungen, Bewertungen und Stellungnahmen http://www.ippnw-ulm.de/text__krebs-akw.htm Hintergrundinformationen der Ulmer Ärzteinitiative / Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) zur Vorgeschichte und Diskussion um die KiKK-Studie http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/atomkraftwerke-mac...pdf Broschüre von den Ärzten gegen Atomkrieg (IPPNW) und .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Krebsrisiko rings um Atomanlagen

Quellen

Mangano JJ: Radioactive Contamination from Vermont Yankee and Potential Risks to Local Health. Radiation and Public Health Project 2008.

Melzer EJ: Cancer questions grow around Fermi nuclear plant. The Michigan Messenger 17.02.09. http://www.bfs.de/de/bfs/druck/Ufoplan/4334_KIKK.html

 

#13 Emissionen

Atomkraftwerke geben über den Schornstein und ins Wasser radioaktive Stoffe ab.
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Jedes Atomkraftwerk hat einen Abluftkamin und ein Abwasserrohr: für radioaktive Stoffe wie Tritium, Kohlenstoff, Strontium, Jod, Cäsium, Plutonium, Krypton, Argon und Xenon. Sie verteilen sich in der Luft, landen in Wasser und Boden. Sie lagern sich ab, reichern sich an, werden von Organismen aufgenommen, zum Teil sogar in Körperzellen eingebaut. Dort können sie besonders gut Krebs auslösen und das Erbgut schädigen.

Die Abgabe strahlender Stoffe über Abluft und Abwasser ist von den Behörden genehmigt. Üblicherweise erlaubt sind rund eine Billiarde Becquerel radioaktive Edelgase und Kohlenstoff, 50 Billionen Becquerel Tritium, 30 Milliarden Becquerel radioaktive Schwebstoffe und circa 10 Milliarden Becquerel radioaktives Jod-131. Pro Jahr und Atomkraftwerk natürlich.

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weiterführende Informationen

http://www.bbu-online.de/Kampagnen/Tritium-Projekt.pdf Tritium-Projekt des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/19098/11_Radioaktivit...pdf Emissionen der baden-württembergischen Atomkraftwerke in den Jahren 2001-2005 laut Angaben ihrer Betreiber

 

#14 Mangelhafte Grenzwerte

Die Strahlenschutz-Grenzwerte nehmen Strahlenschäden in Kauf.
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Noch heute werden die zulässigen Emissionen von Atomanlagen anhand eines fiktiven ›reference man‹ berechnet. Der ist stets jung, gesund und männlich. Dass ältere Menschen, Frauen, Kinder, Kleinkinder und Embryos zum Teil deutlich empfindlicher auf radioaktive Strahlung reagieren, fällt dabei unter den Tisch.

Die internationalen und nationalen Strahlenschutz-Grenzwerte nahmen von Anfang an Strahlenschäden der Bevölkerung in Kauf. Es ging darum, »einen vernünftigen Spielraum für die Expansion der Atomenergieprogramme« zu gewährleisten.

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weiterführende Informationen

http://web.uni-marburg.de/isem//themen/docs/icrp.pdf „Strahlenschutz: Schutz der Strahlen oder Schutz vor Strahlen?“, Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Uni Marburg und Otto-Hug-Strahleninstitut http://www.gfstrahlenschutz.de/bremen.htm Bremer Erklärung der Gesellschaft für Strahlenschutz (GfS) zur Novelle der Strahlenschutzverordnung 2000/2001 http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/atomkraftwerke-mac...pdf Broschüre von den Ärzten gegen Atomkrieg (IPPNW) und .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Krebsrisiko rings um Atomanlagen http://www.strahlentelex.de/Stx_05_442_S01-06.pdf „Wie verlässlich sind die Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter Radioaktivität“, Vortrag von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake (Uni Bremen und Otto-Hug-Strahleninstitut) auf dem 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II in Wolfenbüttel am 23. April 2005 http://www.strahlentelex.de/_E1_Das_30-Millirem-Konzept_Scholz_R_Seite...pdf Wissenschaftliche und politische Grundlagen des 30-Millirem-Konzepts der Strahlenschutzverordnung

 

#15 Niedrigdosisstrahlung

Niedrige Strahlendosen sind gefährlicher als offiziell angenommen.
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Schon sehr niedrige Strahlendosen verursachen gesundheitliche Schäden. Das zeigen die Ergebnisse einer ganzen Reihe von Untersuchungen aus verschiedenen Ländern, unter anderem an Beschäftigten in Nuklearbetrieben.

Die Studien widerlegen die noch immer verbreitete Annahme, dass niedrig dosierte Strahlung unterproportional oder gar nicht schädlich sei oder dass sie sogar positive Auswirkungen habe. Selbst die als konservativ geltende National Academy of Science in den USA hat inzwischen bestätigt, dass Niedrigdosisstrahlung schädlich ist. Auch die erhöhte Krebsrate bei Kindern rings um Atomkraftwerke ist so erklärbar.

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weiterführende Informationen

http://www.ippnw.de/atomenergie/verborgene_texte/index.html?expand=690... Presseinformation der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) vom 14.09.2005 zur Wirkung von Niedrigsdosisstrahlung http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Ian_Fairlie_Niedrigst...pdf „Neue Informationen über Strahlenrisiken“, Folien-Vortrag von Dr. Ian Fairlie, Fachberater für Radioaktivität in der Umwelt, London (dt. Übersetzung) http://www.oh-strahlen.org/docs/strbgao.pdf „Onkogene Effektivität niedriger Strahlendosen“, Beitrag von Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Uni Marburg und Otto-Hug-Strahleninstitut

 

#16 Tritium

Radioaktive Abfallstoffe aus Atomkraftwerken bauen sich sogar in die DNA ein.
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Atomanlagen geben große Mengen radioaktiven Wasserstoffs (Tritium) an Luft und Wasser ab. Menschen, Tiere und Pflanzen nehmen es über Atemluft und Nahrung auf. Der Körper baut Tritium und tritiiertes Wasser wie normalen Wasserstoff und normales Wasser in alle Organe ein, sogar direkt in die Gene. Dort kann ihre Strahlung Krankheiten und Erbschäden auslösen.

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weiterführende Informationen

http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/atomkraftwerke-mac...pdf Broschüre von den Ärzten gegen Atomkrieg (IPPNW) und .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Krebsrisiko rings um Atomanlagen

Quellen

Fairlie, I: Tritium – The Overlooked Nuclear Hazard. The Ecologist, Vol. 22, No. 5, A1 178, 1992. http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/atomkraftwerke-mac...pdf (S. 13 15)

 

#17 Heiße Flüsse

Das warme Abwasser aus Atomkraftwerken raubt den Fischen den Sauerstoff.
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Atomkraftwerke sind Energieverschwender – mit ihrem bis zu 33 Grad warmen Abwasser heizen sie vor allem die Flüsse auf. Das raubt den Fischen gleich doppelt den Atem.

Erstens führt warmes Flusswasser weniger Sauerstoff mit sich als kühles. Und zweitens sterben in warmem Wasser mehr Pflanzen und Kleintiere ab, deren Biomasse beim Verrotten weiteren Sauerstoff verbraucht. Der fehlt dann den Fischen.

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weiterführende Informationen

http://www.verivox.de/nachrichten/hitzewelle-immer-mehr-akws-fahren-le... Bericht über die Leistungsreduktion der Atomkraftwerke im Sommer wegen zu heißer Flüsse

 

#18 Strahlende Jobs

Tausende atomarer Hilfsarbeiter erledigen die Drecksarbeit in den Atomkraftwerken – oft ohne ausreichenden Strahlenschutz.
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Sie arbeiten bei Servicefirmen und müssen immer dann ran, wenn es »heiß« wird: Tausende von Hilfsarbeitern verdienen ihr Geld mit Putz-, Dekontaminations- und Reparaturarbeiten in den verstrahltesten Bereichen der Atomkraftwerke. Einer Statistik des Bundesumweltministeriums von 1999 zufolge bekommen diese Springer viermal so hohe Strahlendosen ab wie die Festangestellten des Atomkraftwerks. In Frankreich sagt man: ›Strahlenfutter‹.

Die Arbeiter berichten von aufplatzenden und staubenden Atommüllsäcken, von Kaffeepausen neben strahlenden Tonnen und von Einsätzen ohne Vollschutz mitten im Reaktorkessel. Manche legen vorher ihre Dosimeter ab. Denn wenn sie ihre Maximaldosis erreicht haben, dürfen sie nicht mehr in den Kontrollbereich. Und keiner will schließlich seinen Job verlieren.

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weiterführende Informationen

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999... ausführlicher Bericht der Berliner Zeitung mit Zeugenaussagen von Atom-Hilfsarbeitern http://www.ippnw.de/biblis-zeitung.pdf Zeitung der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) mit Insider-Berichten über die Missstände im Atomkraftwerk Biblis B http://www.ornament-und-verbrechen.de/IGAtom_08.html Dissertation über die Arbeitsbedingungen in Atomkraftwerken

 

#19 Selbstschutz

Die Chefs der Atomstrom-Konzerne halten privat viel Abstand zu ihren Atomkraftwerken.
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Beruflich streiten die Vorstandsvorsitzenden von EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall vehement für Atomkraft. Privat halten Hans-Peter Villis, Wulf Bernotat, Jürgen Großmann und Tuomo Hatakka lieber Abstand: Alle vier haben ihren Wohnsitz weitab von ihren Atomkraftwerken gewählt.

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#20 Sicherheitsmängel

Keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland bekäme heute noch eine Genehmigung.
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Ob fehlende Schutzhülle, marode Elektrik oder spröder Stahl: Kein einziges Atomkraftwerk in Deutschland ist sicherheitstechnisch auf dem Stand von Wissenschaft und Technik, den das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. Da helfen auch millionenteure Nachrüstungen nichts.

Als Neubau bekäme wegen der eklatanten Sicherheitsmängel heute keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland nochmals eine Genehmigung.

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weiterführende Informationen

http://www.ippnw.de/atomenergie/atomrecht/index.html?expand=733&cHash=... Info der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) über ein internes Papier des Bundesumweltministeriums, das allen Atomkraftwerken die Missachtung des Stands von Wissenschaft und Technik attestiert

 

#21 Altersrisiko

Je länger ein Atomkraftwerk in Betrieb ist, desto unsicherer wird es.
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Technik und Elektronik halten nicht ewig. Schon gar nicht in einem Atomkraftwerk. Rohre werden spröde, Steuerungen fallen aus, Ventile und Pumpen versagen. Risse wachsen, Metalle korrodieren. Im Atomkraftwerk Davis Besse (Ohio/USA) fraß sich ein Loch unbemerkt durch den 16 Zentimeter dicken Stahl des Reaktordruckbehälters. Nur noch eine dünne Schicht Edelstahl an der Innenseite verhinderte das Leck.

Je länger ein Atomkraftwerk läuft und je älter es ist, desto riskanter ist sein Betrieb. Das kann man auch aus der Statistik der meldepflichtigen Ereignisse ablesen: Alte Reaktoren wie Biblis und Brunsbüttel tauchen dort deutlich häufiger auf als jüngere.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/akw_mit_... Greenpeace-Info zum Altersrisiko von Atomanlagen http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über Sicherheitsrisiken bei Laufzeitverlängerungen

 

#22 Meldepflichtige Ereignisse

Alle drei Tage kommt es zu einem ›sicherheitsrelevanten Ereignis‹ in einem deutschen Atomkraftwerk.
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Die Störfallmeldestelle des Bundesamts für Strahlenschutz verzeichnet Jahr für Jahr zwischen 100 und 200 Störfälle und für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse in deutschen Atomkraftwerken. Jedes Jahr haben einige dieser meldepflichtigen Ereignisse das Potenzial, einen schweren Unfall auszulösen. Dass es bisher in Deutschland nicht zum Super-GAU kam, war mehrmals nur Zufall und Glück.

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weiterführende Informationen

http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/berichte Jahres- und Quartalsberichte des Bundesamts für Strahlenschutz über die meldepflichtigen Ereignisse in deutschen Atomanlagen http://www.contratom.de/wissen/sicherheit/stoerfaelle/ Aktualisierte Zusammenstellung der meldepflichtigen Ereignisse aus Atomanlagen in Deutschland und anderswo http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/20_jahre_tschernobyl/kalende... Greenpeace-Kalender mit 365 Atomanlagen-Unfällen

 

#23 Ersatzteilmangel

Bei Reparaturarbeiten an Atomkraftwerken entstehen leicht neue Fehler.
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Die noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke in Deutschland sind zwischen 1974 und 1989 ans Netz gegangen. Viele Bauteile gibt es heute gar nicht mehr. Für Reparaturen muss also Ersatz gebastelt werden. Ein riskantes Unterfangen, denn wenn sich die Ersatzteile nicht unter allen Umständen genau so verhalten wie das Originalbauteil, kann das gravierende Folgen haben.

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weiterführende Informationen

http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/ausgestrahlt-rb_20...pdf Seite 3 – Interview mit dem Reaktorsicherheitsexperten Christian Küppers, Öko-Institut Darmstadt http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über folgenschwere Reparatur-Fehler, die etwa zum Forsmark-Störfall im Sommer 2006 führten

 

#24 Steinzeittechnik

30 Jahre alte Technik ist nur eins: reif für den Schrott!
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Der Baubeginn der noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke lag zwischen 1970 und 1982.

Kein vernünftiger Mensch würde je behaupten, ein Auto wie der VW-411 von 1970 sei heute noch »sicherheitstechnisch auf dem aktuellen Stand« – selbst wenn er in der Zwischenzeit die Stoßdämpfer erneuert, die Bremsen gewechselt und Anschnallgurte nachgerüstet hätte. Und jeder, der ankündigte, seinen Commodore-C64-Heimcomputer (Bj. 1982-93) auf heutige Standards nachrüsten zu wollen, würde lauthals ausgelacht.

Nur bei Atomkraftwerken ist all das nach Ansicht ihrer Betreiber kein Problem …

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weiterführende Informationen

http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über Sicherheitsrisiken alter Atomkraftwerke

Quellen

http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über Sicherheitsrisiken alter Atomkraftwerke

 

#25 Erdbebengefahr

Atomkraftwerke sind nicht ausreichend gegen Erdbeben geschützt.
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Fessenheim bei Freiburg, Philippsburg bei Karlsruhe und Biblis bei Darmstadt – alle drei Atomkraftwerke stehen im Oberrheingraben, der seismisch aktivsten Zone Deutschlands. Trotzdem sind sie wie alle Reaktoren in Deutschland;nur leicht gegen Erdbeben gesichert.

Das Atomkraftwerk Fessenheim etwa würde ein Beben, wie es 1356 die Stadt Basel zerstörte, nur überstehen, wenn das Epizentrum mindestens 30 Kilometer entfernt wäre. Ob sich die Kräfte im Untergrund daran wohl halten?

Das Atomkraftwerk Biblis ist nur gegen Erdbeschleunigungen von 1,5 m/s2 ausgelegt. Seismologen erwarten zwischen Mannheim und Darmstadt allerdings deutlich stärkere Stöße.

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weiterführende Informationen

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/erdbeben-verboten.html Informationen des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein zum Atomkraftwerk Fessenheim und seiner Erdbeben(un)sicherheit http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Anlage_B_-_Biblis_B_i...pdf Anhang „Erdbebengefahr“ zur Klagebegründung der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) auf Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis B

 

#26 Flugzeugabsturz

Atomkraftwerke sind nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt.
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Kein Atomkraftwerk in Deutschland würde den Absturz eines vollgetankten Passagierflugzeuges überstehen. Das hat die Gesellschaft für Reaktorsicherheit in einem – ursprünglich geheimen – Gutachten für das Bundesumweltministerium erläutert.

Sieben Reaktoren haben sogar nur so dünne Betonwände, dass bereits der Absturz eines Militärjets oder ein Angriff mit panzerbrechenden Waffen eine Katastrophe auslösen kann. Auch der neue Europäische Druckwasser-Reaktor (EPR) von AREVA und Siemens übersteht einen Flugzeugabsturz nicht.

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weiterführende Informationen

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/atomkraft/20021127_atomkraf...pdf Zusammenfassung des GRS-Gutachtens zur Sicherheit der Atomkraftwerke gegen Flugzeugabstürze http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/atomkraft/20080904...pdf BUND-Hintergrundpapier zur Gefahr von Flugzeugabstürzen und Sabotageakten gegen Atomkraftwerke http://www.ippnw.de/atomenergie/atomenergie_sicherheit/index.html?expa... Hintergrundpapier der IPPNW zum selben Thema http://www.sortirdunucleaire.org/english/downloads/secretdefense-eng.p...pdf Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über den mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze (engl.) http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=sinformer&sousmenu=the... Hintergrundinformation von „Sortir du Nucléaire“ zum mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze, darunter das als „militärische Verschlusssache“ deklarierte Originaldokument und eine Stellungsnahme von Greenpeace dazu (frz.)

 

#27 Einstürzende Neubauten

Selbst neue Reaktortypen sind nicht sicher.
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Auch bei dem angeblich so hochmodernen Europäischen Druckwasserreaktor (EPR), an dem der französische Atomkonzern AREVA derzeit in Finnland und Frankreich baut, sind schwere Unfälle bis hin zur Kernschmelze möglich. Große Mengen radioaktiver Stoffe könnten in die Umgebung gelangen. Die finnische Atomaufsicht bemängelte schon vor Jahren, dass der EPR nicht den heutigen Sicherheitsanforderungen entspreche.

Noch nicht einmal gegen einen simplen Flugzeugabsturz ist der angeblich supersichere neue Reaktor geschützt. Anstatt dessen Bau zu stoppen, stempelte die französische Regierung die brisante Expertise lieber zur militärischen Verschlusssache.

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weiterführende Informationen

http://www.ippnw.de/atomenergie/atomenergie_sicherheit/index.html?expa... Hintergrundinformation der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) zu den sicherheitstechnischen Defiziten des Europäischen Druckwasser-Reaktors (EPR) http://www.sortirdunucleaire.org/english/downloads/secretdefense-eng.p...pdf Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über den mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze (engl.) http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=sinformer&sousmenu=the... Hintergrundinformation von „Sortir du Nucléaire“ zum mangelhaften Schutz des EPR gegen Flugzeugabstürze, darunter das als „militärische Verschlusssache“ deklarierte Originaldokument und eine Stellungsnahme von Greenpeace dazu (frz.) http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=sinformer&sousmenu=the... Dossier des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über den EPR (frz.)

 

#28 Versicherungsschutz

50 Autos sind zusammen besser versichert als ein Atomkraftwerk.
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Ein Super-GAU in einem Atomkraftwerk in Deutschland verursacht Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro. Das hat die Prognos AG 1992 in einem Gutachten für das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium errechnet.

Die Haftpflichtversicherung aller Atomkraftwerksbetreiber zusammen deckt ganze 2,5 Milliarden Euro ab – also 0,1 Prozent des zu erwartenden Schadens. 50 Autos auf dem Parkplatz eines Atomkraftwerks sind zusammengenommen besser versichert als das Atomkraftwerk selbst!

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weiterführende Informationen

http://www.atomhaftpflicht.de Unterschriftenkampagne von IPPNW, BUND und Neuer Richtervereinigung für eine sofortige volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke mit ausführlichen Hintergrundinformationen und Fallbeispielen http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

 

#29 Super-GAU

Der Super-GAU kann jeden Tag passieren.
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Die ›Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B‹ von 1989 beziffert das Risiko eines Super-GAUs aufgrund technischen Versagens in einem westdeutschen Atomkraftwerk mit 0,003 Prozent pro Jahr. Das klingt wenig. Aber allein in der EU gibt es (Stand Ende 2007) 146 Atomkraftwerke. Bei einer Betriebszeit von 40 Jahren käme es hier demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von über 16 Prozent zu einem Super-GAU. Viele mögliche Störfallszenarien und gefährliche Altersmängel in den Reaktoren sind dabei gar nicht berücksichtigt – genauso wenig wie alle Unfälle, die, wie Harrisburg und Tschernobyl, unter anderem durch menschliches Versagen passieren.

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weiterführende Informationen

http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-96/9610210m.htm Hintergründe und Studien zum Thema Reaktorsicherheit

Quellen

Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B. – GRS-A-1600, Köln, Juni 1989. Rechenweg: (1 - 0,003 %) hoch 146 hoch 40 = 83,928694 % (Wahrscheinlichkeit, dass kein Super-GAU passiert); 1 – 83,928694 % = 16,071305954 % Wahrscheinlichkeit, dass ein Super-GAU passiert)

 

#30 Sicherheitsranking

Deutsche Atomkraftwerke sind sogar im internationalen Vergleich unsicher.
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Deutsche Atomkraftwerke gehören »zu den sichersten der Welt«? Von wegen! Bei einem internationalen Sicherheitsvergleich der OECD im Jahr 1997 schnitt das bundesdeutsche Referenz-Atomkraftwerk (Biblis B) hinsichtlich der Kernschmelz-Festigkeit am schlechtesten ab. Wasserstoffexplosionen seien besonders wahrscheinlich, der Sicherheitsbehälter aus Stahl besonders instabil, urteilten die Gutachter: In Biblis sei »die Gefahr extrem hoch, dass es bei einer Kernschmelze zu massiven Freisetzungen von Radioaktivität kommt«.

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weiterführende Informationen

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=16340 Informationen der IPPNW über das OECD-Sicherheitsranking von Atomkraftwerken aus sieben Industrieländern 1997

 

#31 Unwetter

Schon ein Gewitter kann das Aus bedeuten.
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Ein Stromausfall im Atomkraftwerk, der sogenannte Notstromfall, gehört zu den gefährlichsten Situationen in einem Reaktor. Ohne intakte Notstromversorgung fällt dann die Kühlung aus, es droht die Kernschmelze. Als Auslöser genügt oft schon ein simples Unwetter. Achtmal zwischen 1977 und 2004 führten Blitz oder Sturm in einem westdeutschen Atomkraftwerk zum Ausfall wichtiger Instrumente, zum gefürchteten Notstromfall oder gar, wie am 13. Januar 1977 im Atomkraftwerk Gundremmingen A, zum Totalschaden. Gefahren drohen auch durch Überschwemmungen: Im französischen Atomkraftwerk Blayais an der Atlantikküste fallen deswegen regelmäßig Teile der Kühlsysteme aus.

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weiterführende Informationen

http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=14155 IPPNW-Zusammenstellung von Atomkraftwerks-Störfällen in Deutschland aufgrund von Unwettern

 

#32 Profitsucht

Im Zweifel gilt auch im Atomkraftwerk: Profit geht vor Sicherheit – selbst nach Explosionen.
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»Leichenblass« kommt eine Gruppe Inspektoren Anfang 2002 aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel. Direkt neben dem Reaktordruckbehälter haben sie eine Rohrleitung begutachtet – beziehungsweise das, was davon noch übrig ist: 25 Trümmerteile. Am 14. Dezember 2001 hatte eine Wasserstoffexplosion das zehn Zentimeter dicke Rohr (Wandstärke: fünf bis acht Millimeter) auf drei Metern Länge in Stücke gerissen.

Der damalige Betreiber HEW (heute: Vattenfall) meldete eine »spontane Dichtungsleckage«, sperrte die Leitung ab – und ließ den Reaktor weiterlaufen. Es war schließlich Winter, die Strompreise an der Börse auf einem Rekordhoch. Erst als das Kieler Sozialministerium massiv Druck machte, fuhr HEW den Reaktor Mitte Februar herunter, um eine Inspektion zu ermöglichen. Das Atomkraftwerk musste anschließend 13 Monate vom Netz bleiben.

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weiterführende Informationen

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/katastrophenschutz/brunsbutte... Information des Umweltinstitut München über die Wasserstoffexplosion im Atomkraftwerk Brunsbüttel

 

#33 Risiko Mensch

Menschen machen Fehler – im Atomkraftwerk ist das fatal.
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Ventil falsch bedient, Warnsignal übersehen, Schalter vergessen, Kommandos missverstanden, falsch reagiert – es gibt Dutzende von Fällen, bei denen nicht die Technik, sondern der Mensch für hochgefährliche Situationen im Atomkraftwerk verantwortlich ist. Das Risiko Mensch ist nicht kalkulierbar.

Ausgerechnet der Mensch, die Betriebsmannschaft, soll aber im Falle eines Störfalls wichtige, von der normalen Betriebsweise abweichende Notfallmaßnahmen durchführen, um eine Kernschmelze noch zu verhindern. Atomkraft verlangt fehlerfreie Menschen. Die gibt es aber nicht – schon gar nicht in extremen Stress-Situationen wie bei einem Störfall im Atomkraftwerk.

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weiterführende Informationen

http://www.bbu-online.de/stellungnahme/bbustellungnahmen/05.11.htm Stellungsnahme des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur geplanten Änderung des Atomgesetzes 2001, mit Beschreibung der „Accident-Management“-Maßnahmen (Punkt 4) http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/090326_Hintergrundp...pdf Greenpeace-Dossier über den Kernschmelzunfall von Harrisburg 1979

 

#34 Borsäure

Mehrere Betreiber von Atomkraftwerken haben jahrelang systematisch die Betriebsvorschriften missachtet.
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17 Jahre lang startete das Atomkraftwerk Philippsburg ohne ausreichende Bor-Konzentration in den Notflutbehältern. Deren Inhalt soll bei einem Störfall den Reaktorkern fluten. Fehlt das Bor im Notflutwasser, hat das Fluten des Kerns einen Effekt wie Benzin ins Feuer gießen.

Die Betreiber störte das nicht. Sie setzten sich vielmehr mit voller Absicht über die Vorschriften im Betriebshandbuch hinweg. Ermittlungen ergaben, dass auch in anderen Atomkraftwerken jahrelang das Notkühlsystem wegen zu wenig Bor nicht voll funktionsfähig war.

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weiterführende Informationen

http://www.bbu-online.de/stellungnahme/bbustellungnahmen/05.11.htm Stellungsnahme des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur geplanten Änderung des Atomgesetzes 2001, mit Beschreibung der Sicherheitsdefizite im Atomkraftwerk Philippsburg (Punkt 6) http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/15871/Abschlussbericht%...pdf Abschlussbericht für den Landtag von Baden-Württemberg über den Borsäuremangel im Atomkraftwerk Philippsburg

 

#35 Kabelsalat

Fehler in der Elektrik sind in Atomkraftwerken gang und gäbe – mit gravierenden Folgen.
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Im Sommer 2006 steht Europa kurz vor der Katastrophe. Wegen konzeptioneller Fehler in der Verkabelung springen im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark nach einem Kurzschluss und Stromausfall die Notstromaggregate nicht an. Nur Minuten bleiben bis zum Beginn einer Kernschmelze. Kein Einzelfall: Im Atomkraftwerk Brunsbüttel stand wegen Fehlern in der Elektrik seit der Inbetriebnahme des Reaktors im Jahr 1976 keine ausreichende Notstromversorgung der Not- und Nachkühlsysteme zur Verfügung. Und das Atomkraftwerk Biblis musste gleich reihenweise falsche, lockere und schlampig ausgeführte Verkabelungen melden.

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weiterführende Informationen

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/atomkraft/20070712...pdf Hintergrundpapier des BUND zu den Vattenfall-Atomkraftwerken, unter anderem den Störfällen in Forsmark und Brunsbüttel http://www.ippnw.de/biblis-zeitung.pdf Zeitung der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) mit Insider-Berichten über die Missstände im Atomkraftwerk Biblis B http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Forsmark__degenerierter_...PDF Vortrag des schwedischen Reaktor-Spezialisten Lars-Olov Höglund über den Störfall in Forsmark im Sommer 2006

 

#36 Schlimmer als Tschernobyl

Ein Super-GAU in einem hiesigen Atomkraftwerk hätte noch schlimmere Folgen als Tschernobyl.
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Die Atomkraftwerke in Deutschland haben kein Grafit im Reaktorkern, das Feuer fangen könnte wie in Tschernobyl. Daher würde die radioaktive Wolke nach einer Explosion nicht in so hohe Luftschichten getragen. Dafür stiege die radioaktive Belastung im Umkreis von einigen Hundert Kilometern massiv an. Deutschland ist siebenmal dichter besiedelt als die Region um Tschernobyl, das Rhein-Main-Gebiet etwa 30-mal so dicht. Es würden also deutlich mehr Menschen mit noch höheren Strahlendosen belastet.

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weiterführende Informationen

http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

Quellen

Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B. – GRS-A-1600, Köln, Juni 1989 http://www.contratom.de/news/newsanzeige.php?newsid=13898 http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html

 

#37 Krebs für Millionen

Bei einem Super-GAU in Deutschland müssen Millionen von Menschen mit schweren Gesundheitsschäden rechnen.
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Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat – unter Berücksichtigung der Erfahrungen von Tschernobyl – die zu erwartenden Gesundheitsschäden nach einem schweren Atomunfall in Deutschland abgeschätzt. Für den Fall eines Super-GAUs etwa im Atomkraftwerk Biblis rechnet sie mit 4,8 Millionen zusätzlichen Krebserkrankungen. Hinzu kommen alle anderen direkten und indirekten Gesundheitsschäden durch Strahlung, Evakuierung und Verlust der Heimat.

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weiterführende Informationen

http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

Quellen

http://atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

 

#38 Heimatverlust

Bei einem Super-GAU wird ein Gebiet von Zigtausend Quadratkilometern dauerhaft unbewohnbar.
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Millionen von Menschen werden nach einem Super-GAU in einem deutschen Atomkraftwerk nicht mehr in ihre Häuser, Wohnungen, Betriebe zurückkehren können. Wo sollen sie leben, arbeiten, unterkommen? Wer kümmert sich um ihre Gesundheit? Wer kommt für ihren Schaden auf? Die Stromkonzerne sicher nicht – die sind dann längst pleite.

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weiterführende Informationen

http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

Quellen

http://atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

 

#39 Evakuierung

Die Evakuierung einer ganzen Region binnen weniger Stunden ist nicht möglich.
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Die Katastrophenschutzpläne für Atomkraftwerke gehen davon aus, dass die radioaktive Wolke nach Beginn des Unfalls noch mehrere Tage im Reaktor zurückgehalten werden kann – Zeit, um die Bevölkerung zu evakuieren. Was aber, wenn ein Flugzeug, ein Erdbeben oder eine Explosion das Atomkraftwerk zerstört? Dann bleiben, je nach Wetterlage, gerade einmal ein paar Stunden. Und ob sich die Strahlung anschließend an die behördliche 25-Kilometer-Zone hält, für die allein Evakuierungspläne existieren, darf bezweifelt werden.

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weiterführende Informationen

http://www.atomhaftpflicht.de/hintergruende.php3 Hintergrund-Information der Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und anderen zu den Folgen eines Super-GAUs in Deutschland http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

 

#40 Jod-Mangel

Jod-Tabletten nützen nichts, wenn man das Haus verlassen muss, um sie zu erhalten.
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Jodtabletten sollen im Falle eines Atomunfalls die Strahlenbelastung durch radioaktives Jod vermindern. Doch nur im engsten Umkreis um Atomkraftwerke wurden die Tabletten bereits vorsorglich an die Haushalte verteilt. In allen anderen Gebieten sind sie im Rathaus gelagert oder müssen erst noch eingeflogen werden. Abholen wird schwierig: denn der Katastrophenschutzplan rät, das Haus nicht zu verlassen.

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weiterführende Informationen

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/katastrophenschutz/katastroph... Informationen des Umweltinstituts München zur Katastrophenschutzplanung bei Atomunfällen http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/katastrophenschutz-fessenh... Informationen des BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein zum Katastrophenschutzplan am Beispiel des Atomkraftwerks Fessenheim

 

#41 Wirtschafts-Kollaps

Ein Super-GAU führt zum volkswirtschaftlichen Zusammenbruch.
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Ein Super-GAU in einem Land wie Deutschland würde einenSchaden von 2,5 bis 5,5 Billionen Euro verursachen. Das hat die Prognos AG bereits vor 20 Jahren in einer Studie für das Bundeswirtschaftsministerium errechnet. Inflationsbereinigt wäre die Summe heute sicher noch höher anzusetzen.

Zum Vergleich: Die Konjunkturpakete der 20 größten Wirtschaftsnationen der Welt zur Abfederung der aktuellen Wirtschaftskrise haben alle zusammen ein Volumen von insgesamt 3,5 Billionen Euro.

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weiterführende Informationen

http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html Prognos-Gutachten „Identifizierung und Internalisierung externer Kosten der Energieversorgung“, Band 2, Ewers/Rennings, „Abschätzung der monetären Schäden durch einen sogenannten Super-GAU (April 1992)

 

#42 Atommüllberge

Atomkraft erzeugt jede Menge Atommüll.
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Rund 12.500 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente sind in den deutschen Atomkraftwerken bisher angefallen. Jedes Jahr kommen rund 500 Tonnen hinzu. Plus Tausende Kubikmeter schwach- und mittelaktiven Mülls. Plus alles, was in Luft und Wasser landet. Plus die Abfälle aus der Wiederaufarbeitung. Plus die Abfallhalden des Uranbergbaus. Plus das abgereicherte Uran aus der Anreicherungsanlage. Plus die Atomanlagen selbst, denn auch die müssen irgendwann »entsorgt« werden.

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weiterführende Informationen

http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

 

#43 Entsorgungslüge

Noch kein einziges Gramm Atommüll ist schadlos entsorgt.
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»Zur Frischhaltung von Lebensmitteln« würde er dienen – mit solchen Versprechen wischten Experten Mitte der 1950er Jahre kritische Fragen nach der Entsorgung von Atommüll beiseite. Ohne sich um das Entsorgungsproblem zu kümmern, bauten sie einen Reaktor nach dem anderen. Von den vielen Millionen Tonnen strahlenden Abfalls ist bis heute noch kein Gramm schadlos entsorgt.

Rechtlich gesehen darf in Deutschland überhaupt kein Atomkraftwerk betrieben werden, solange die Entsorgung des Atommülls nicht gesichert ist. Als ›Entsorgungsvorsorgenachweis‹ dienten wahlweise die undichte und einsturzgefährdete Atommüllkippe Asse II, die Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben, der Bau der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Wackersdorf, die Atommüll-Transporte ins Ausland sowie aktuell die ›geordnete Zwischenlagerung‹ der abgebrannten Brennelemente in Castor-Behältern in oberirdischen Hallen.

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weiterführende Informationen

http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,612027,00.html „Spiegel“-Artikel über die Funktion der Atommüllkippe Asse II als Entsorgungsnachweis für die Atomkraftwerke

 

#44 Technisch ungelöst

Die Endlagerung ist noch nicht einmal technisch gelöst.
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70 Jahre nach Entdeckung der Kernspaltung ist noch nicht einmal klar, wie man den hochradioaktiven Abfall lagern müsste, damit er nicht zur Gefahr für Mensch und Umwelt wird – geschweige denn, wo.

Anders als die Atomlobby glauben machen will, sind viele Sicherheitsfragen in puncto Endlager weiterhin völlig ungeklärt. So nahmen die USA wegen schwerwiegender Gefahren für Mensch und Umwelt unlängst Abstand von ihrem Endlager-Projekt in den Yucca Mountains. Das schwedische Konzept der Endlagerung in Granit-Urgestein steht ebenfalls vor dem Aus (siehe auch # 61). Und was den Salzstock in Gorleben angeht: Der ist in weiten Teilen von Grundwasser überströmt. Nach den Erfahrungen mit den Wassereinbrüchen in der Atommüllkippe Asse II sollten sich weitere Diskussionen über die ›Eignung‹ Gorlebens als Endlager eigentlich erübrigt haben.

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weiterführende Informationen

http://www.anti-atom-aktuell.de/archiv/198/198produziert.html Artikel der Zeitschrift „anti atom aktuell“ über die Debatte um Sicherheitskriterien und das Erkundungsbergwerk im Salzstock Gorleben http://www.bfs.de/de/endlager/publika/Gorleben_Eignung.html Replik des Bundesamts für Strahlenschutz zu Behauptungen der Atomlobby, die Endlagerfrage sei „gelöst“ http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

 

#45 1.000.000 Jahre

Atommüll ist eine Million Jahre lang eine strahlende Gefahr.
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Bis die Strahlung der radioaktiven Abfallstoffe aus den Atomkraftwerken einigermaßen abgeklungen ist, dauert es ungefähr eine Million Jahre. So lange muss der Atommüll von Mensch und Biosphäre ferngehalten werden.

Hätten die Neandertaler kurz vor ihrem Aussterben vor 30.000 Jahren Atomkraftwerke betrieben und ihren Atommüll irgendwo vergraben, so würde er heute noch tödlich strahlen – und wir müssten wissen, wo wir unter keinen Umständen graben dürften.

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weiterführende Informationen

http://www.bfs.de/de/endlager/faq/langfassung_abschlussbericht_akend.p...pdf Empfehlungen des Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) zum Auswahlverfahren für Endlagerstandorte, 2002 http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

 

#46 Atommüllkippe Asse II

Das Versuchsendlager Asse säuft schon nach 20 Jahren ab.
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126.000 Fässer Atommüll entsorgten Atomindustrie und Atomforscher zwischen 1967 und 1978 nahezu kostenlos im »Versuchsendlager« Asse II. Das ehemalige Salzbergwerk sei jahrtausendelang sicher, beteuerten Experten, ein Wassereinbruch ausgeschlossen.

20 Jahre später fließen täglich 12.000 Liter Wasser in die Stollen. Inzwischen sind die ersten Fässer undicht, die Grube einsturzgefährdet.

Die Sanierungskosten – die Rede ist von 2,5 Milliarden Euro – müssen nicht etwa die Verursacher, sondern die Steuerzahler tragen. Dafür änderten CDU und SPD im Jahr 2009 eigens das Atomgesetz.

Asse II galt offiziell als »Pilotprojekt« für das geplante große Endlager im Salzstock Gorleben.

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weiterführende Informationen

http://www.aaa-wf.de Informationen der Bürgerinitiative „Aktion Atommüllfreie Asse“ http://www.asse2.de Informationen des Asse-II-Koordinationskreises http://www.atommuell-endlager.de/index.php?option=com_content&task=vie... Kurzinfo und Chronik der Atommüllkippe Asse II http://www.aufpassen.org Informationen der Bürgerinitiative „aufpASSEn“ http://www.bfs.de/de/endlager/asse Informationen, Dokumente, Gutachten und Stellungnahmen des Bundesamts für Strahlenschutz zum „Versuchsendlager“ Asse II http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Hi...pdf Greenpeace-Dossier „GAU im Atommülllager Asse“ http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/PE...pdf Aktennotiz von 1964 über die Besichtigung der Schachtanlage Asse II http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/salzst...pdf Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) von 1963 über die angebliche Eignung von Salzstöcken wie der Asse zur Endlagerung von Atommüll http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

Quellen

AP, 02.09.2008, „Sicherung des Atommülls in Asse wird zum Wettlauf mit der Zeit“

Bundesanstalt für Bodenforschung, Präsident Martini, „Bericht zur Frage der Möglichkeiten der Endlagerung radioaktiver Abfälle im Untergrund“ (gekürzte Fassung), 15.05.1963

FCIT (2006): Gutachterliche Stellungnahme zu einer Rückholung der in der Schachtanlage Asse II eingelagerten radioaktiven Abfälle. Erstellt von Fichtner Consulting & IT, September 2006 http://www.bfs.de/de/endlager/asse/asse/gerstmann_2002.pdf (GSF-Abschlussbericht „Bestimmung des nuklidspezifischen Aktivitätsinventars der Schachtanlage Asse“, 2002) http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/PE...pdf http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/salzst...pdf http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2046/artid/9061097

 

#47 Kein Endlager

Weltweit gibt es bis heute kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll.
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Ein Atommüll-Endlager müsste ein geologisch über sehr lange Zeiträume stabiler Ort sein. Seine Umgebung dürfte chemisch möglichst nicht mit dem eingelagerten Müll und den Behältern reagieren. Der Ort müsste weit weg von der Biosphäre, von potenziellen Rohstoffquellen und von menschlichen Einflüssen liegen. Das Gebiet dürfte nicht ins Meer entwässern.

Weltweit hat bisher niemand einen solchen Ort gefunden. Ob es ihn gibt, ist mehr als fraglich.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

 

#48 St. Florian

Niemand will den Atommüll haben.
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Die rot-grüne Bundesregierung vereinbarte im Juni 2000 mit den vier großen Stromkonzernen, die abgebrannten Brennelemente vorerst bei den Atomkraftwerken zwischenzulagern. Das brachte nicht wenige Atom-Fans und atomfreundliche Lokalpolitiker zwischen Brunsbüttel und Ohu in schwere Argumentationsnöte. Der Atommüll dürfe keinesfalls in ihrer Nachbarschaft gelagert werden, forderten sie. Nur der Reaktor (der Geld in die Gemeindekassen spült), der müsse unbedingt weiterlaufen …

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weiterführende Informationen

http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

 

#49 Castor-Tricks

Atommüll-Behälter sind nur unzureichend getestet.
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Castor-Behälter sind sicher, heißt es. Aber nicht jedes Modell wird tatsächlich realen Tests unterzogen. Oft fallen und brennen nur verkleinerte Modelle. Oder es gibt nur Computersimulationen.

Manchmal jedoch passen deren Ergebnisse nur schlecht mit der Realität zusammen. So wie im Frühjahr 2008 bei einem neuen Castor-Typ. Da hatte der Hersteller, damit seine praktischen und theoretischen Messergebnisse besser übereinstimmten, »frei gewählte Parameter « eingeführt. Das ging selbst dem Bundesamt für Materialforschung (BAM) zu weit. Es verweigerte zunächst die Zulassung. Deswegen kann 2009 kein Castor-Transport rollen.

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weiterführende Informationen

http://www.castor.de/technik/castoren/timpert/inhalt.html Zusammenstellung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zum Thema Sicherheit von Castor-Behältern http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/... Informationen von Greenpeace zum Konzept der Atommülllagerung in Castor-Behältern und Zwischenlagern

 

#50 Wiederaufarbeitungslüge I

Die sogenannte Wiederaufarbeitung von Brennelementen macht aus Atommüll noch mehr Atommüll.
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Wiederaufarbeitungsanlage – das klingt ein bisschen nach Recyclingstation. Tatsächlich wird nur etwa ein Prozent des wiederaufgearbeiteten Atommülls in neue Brennelemente eingebaut: das Plutonium. Unter dem Strich gibt es nach der Wiederaufarbeitung mehr Atommüll als zuvor. In Frankreich heißen Wiederaufarbeitungsanlagen daher schlicht ›usine plutonium‹, Plutoniumfabrik.

Wiederaufarbeitungsanlagen sind auch die größten radioaktiven Dreckschleudern der Welt. Die sogenannten MOX-Brennelemente (mit Plutonium aus der Wiederaufarbeitung) sind bei Herstellung, Transport und Einsatz im Atomkraftwerk noch deutlich gefährlicher als frische Brennelemente nur aus Uran. Daneben liefert die ›Plutoniumfabrik‹ auch den Rohstoff für Atombomben.

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weiterführende Informationen

http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_wiederaufarbeitung... Greenpeace-Dossier mit allen wichtigen Fakten zur Wiederaufarbeitung

 

#51 Atommüll am Strand

Wiederaufarbeitungsanlagen sind radioaktive Dreckschleudern.
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Die Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien) geben große Mengen radioaktiver Stoffe an die Luft, den Ärmelkanal und die Irische See ab. In der Umgebung der Anlagen ist die Blutkrebsrate (Leukämie) bei Jugendlichen bis zu zehn Mal so hoch wie im Landesdurchschnitt.

Greenpeace nahm vor einigen Jahren am Abflussrohr von Sellafield ein paar Schlammproben. Bei der Rückkehr wurden diese von den deutschen Behörden umgehend beschlagnahmt – es handelte sich schließlich um Atommüll.

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weiterführende Informationen

http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4427 Bericht über die Greenpeace-Messungen bei der WAA Sellafield http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

 

#52 Wiederaufarbeitungslüge II

An den Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien lagern noch immense Atommüllmengen aus Deutschland.
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Mehrere Tausend Tonnen abgebrannte Brennelemente haben die Atomkraftwerksbetreiber in den vergangenen Jahrzehnten zu den Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague und Sellafield transportiert. Nur ein kleiner Teil dieses Mülls kam bisher per Castor-Transport nach Deutschland zurück. Der große Rest liegt noch immer im Ausland auf Halde.

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weiterführende Informationen

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/012/1401297.pdf Bundestagsanfrage zum Verbleib des an die Wiederaufarbeitungsanlagen gelieferten Atommülls http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung

 

#53 Atommüllkippe Morsleben

Westdeutsche Atomkonzerne kippten skrupellos ihren Müll ins DDR-Endlager Morsleben.
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Bergeweise stapelten sich Ende der 1980er Jahre die Atommüllfässer an den westdeutschen Atomkraftwerken. Zum Glück kam die Wiedervereinigung – und Bundesum weltministerin Angela Merkel. Zusammen mit ihrem Abteilungsleiter Walter Hohlefelder erlaubte sie den Atomkonzernen, ihren Strahlenmüll für einen Spottpreis ins ehemalige DDR-Endlager Morsleben zu kippen. Dieses ist inzwischen einsturzgefährdet, die Sanierung kostet die Steuerzahler über 2 Milliarden Euro.

Angela Merkel wurde Bundeskanzlerin, Walter Hohlefelder Chef von E.ON und Präsident des Lobbyvereins Deutsches Atomforum.

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weiterführende Informationen

http://www.atommuell-endlager.de/index.php?option=com_content&task=vie... Kurzinfo und Chronik der Atommülleinlagerung in Morsleben http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll http://www.morsleben-stillegung.de/ Informationen der Bürgerinitiative „Morsleben-Netzwerk“ zum Endlager Morsleben

 

#54 Atommüllkippe Schacht Konrad

Mitten unter Salzgitter sollen dereinst 865 Kilogramm Plutonium lagern.
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Mehr als 300.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiven Müll mit bis zu 865 Kilogramm hochgiftigem Plutonium will das Bundesamt für Strahlenschutz in die ehemalige Eisenerzgrube Schacht Konrad füllen – unter dem Stadtgebiet von Salzgitter. Die Entscheidungen, Schacht Konrad als Endlager zu nutzen, waren stets politische. Einen Vergleich verschiedener Standorte nach klaren Kriterien hat es nie gegeben. Attraktiv aus Sicht der Atomindustrie war ›Konrad‹ vor allem wegen des außergewöhnlich großen Förderschachts, den auch nuklearer Sperrmüll passieren könnte.

Die Langzeitsicherheits-Prognose für Schacht Konrad basiert im Wesentlichen auf theoretischen Annahmen und nicht auf empirisch erhobenen Daten. Die Modellrechnungen nach veralteten Methoden entsprechen nicht dem Stand der Wissenschaft.

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weiterführende Informationen

http://www.ag-schacht-konrad.de/ Informationen der Bürgerinitiative „Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad“ http://www.atommuell-endlager.de/index.php?option=com_content&task=vie... Kurzinfo und Chronik zum Atommüllendlager „Schacht Konrad“ in Salzgitter

 

#55 Zwischenlager

Hochradioaktiver Atommüll lagert in besseren Kartoffelscheunen.
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Weil der Atommüll in den Castor-Behältern stark strahlt, sind diese außen extrem heiß. Die Zwischenlagerhallen in Gorleben, Ahaus, Lubmin und an den Atomkraftwerken haben daher große Luftschlitze, damit Luft an den Behältern vorbeistreichen kann. Wird einer der Behälter undicht, gelangt die Radioaktivität so ungehindert ins Freie.

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weiterführende Informationen

http://www.castor.de/material/broschuere/zursache4.html Infobroschüre der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zum Konzept der Atommülllagerung in Castor-Behältern und Zwischenlagern (1996) http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/ZL...pdf Greenpeace-Info zum Zwischenlager Gorleben http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/... Informationen von Greenpeace zum Konzept der Atommülllagerung in Castor-Behältern und Zwischenlagern

 

#56 Castor-Strahlung

Castor-Behälter geben radioaktive Strahlung ab.
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Beim Castor-Transport im Herbst 2008 maßen Umweltschützer am vorbeifahrenden Atommüll-Zug alarmierende Strahlungswerte. Auf ausführliche Kontrollmessungen beim Umladen der Behälter verzichteten die Behörden: Eigene Messgeräte hatten sie keine. Und die Zwischenlager-Gesellschaft GNS wollte ihre »Mitarbeiter nicht unnötig der Strahlung aussetzen«.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Me...pdf Greenpeace-Bericht über die Strahlenmessungen am Castor-Zug im November 2008

 

#57 Kurzzeit-Entsorgung

Die Castor-Behälter, in denen der Atommüll lagert, sollen offiziell ganze 40 Jahre halten.
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Atomkraftwerke dürfen laut Gesetz nur betrieben werden, wenn die schadlose Entsorgung ihrer Abfälle gewährleistet ist. Der Atommüll strahlt noch in einer Million Jahren. Die Castor-Behälter, die ihn von der Umwelt isolieren, halten angeblich 40 Jahre. Damit ist offiziell alles in Ordnung.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/... Informationen von Greenpeace zum Konzept der Atommülllagerung in Castor-Behältern und Zwischenlagern

 

#58 Maulkorb für Experten

Um Gorleben als Endlager zu ermöglichen, verpasste die Bundesregierung ihren Geologen einen Maulkorb.
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Professor Helmut Röthemeyer, einst höchster staatlicher Endlagerexperte, kam 1983 nach einer Vielzahl von Probebohrungen zu dem Schluss, dass das von einer eiszeitlichen Rinne durchzogene Gestein über dem Salzstock Gorleben nicht in der Lage ist, »Kontaminationen auf Dauer von der Biosphäre zurückzuhalten«. Seine Kollegen und er wollten daher die zusätzliche Erkundung anderer Standorte empfehlen. Die CDU/FDP-Bundesregierung intervenierte, auf ihren Druck verschwand die Empfehlung aus dem Gutachten. Bis heute behaupten CDU, FDP und Atomlobby, der Salzstock in Gorleben sei als Endlager geeignet.

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weiterführende Informationen

http://www.atommuell-endlager.de/index.php?option=com_content&task=vie... Kurzinfo und Chronik zum geplanten Endlager Gorleben http://www.bi-luechow-dannenberg.de Informationen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg http://www.castor.de/technik/endlager/endlagerinhalt.html Umfassende Informationen und Gutachten zum geplanten Endlager Gorleben http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/... Greenpeace-Dossier über die „Fata Morgana“ namens Endlager Gorleben http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/politischer-druck-auf-die... Endlager-Experte Röthemeyer berichtet in der „taz“ über den Maulkorb

 

#59 Wasser in Gorleben

Auch im Salzstock Gorleben gibt es Wasser.
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Nicht nur in dem ehemaligen »Versuchsendlager« Asse II umspült Wasser die Atommüllfässer. Auch der Salzstock Gorleben ist nicht trocken. Beim Bau des »Erkundungsbergwerkes « dort kam es mehrfach zu Wasser- und Laugeneinbrüchen. Insgesamt flossen rund 160.000 Liter zu. Weil schützende Tonschichten über dem Salz fehlen, hat dieses überdies direkten Kontakt zum Grundwasser.

Im Gegensatz zu Asse II ist in Gorleben noch kein Atommüll unter der Erde – dank des hartnäckigen Widerstands der Bevölkerung.

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weiterführende Informationen

http://www.atommuell-endlager.de/index.php?option=com_content&task=vie... Kurzinfo und Chronik zum geplanten Endlager Gorleben http://www.bi-luechow-dannenberg.de Informationen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg http://www.castor.de/technik/endlager/endlagerinhalt.html Umfassende Informationen und Gutachten zum geplanten Endlager Gorleben http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atommuell_zwischen_endlager/... Greenpeace-Dossier über die „Fata Morgana“ namens Endlager Gorleben

 

#60 Atommüll zerstört Endlager

Radioaktivität zersetzt das Salzgestein.
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Radioaktive Strahlung zersetzt das Salzgestein. Das wies der Groninger Professor Henry Den Hartog nach. Die Folgen für ein Atommüll-Endlager in Salz, etwa das in Gorleben geplante, könnten verheerend sein. Die zuständigen Behörden zogen daraus bisher keinerlei Konsequenzen.

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weiterführende Informationen

http://www.atommuell-endlager.de/index.php?option=com_content&task=vie... Kurzinfo und Chronik zum geplanten Endlager Gorleben http://www.bi-luechow-dannenberg.de Informationen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg http://www.castor.de/technik/endlager/endlagerinhalt.html Umfassende Informationen und Gutachten zum geplanten Endlager Gorleben

 

#61 Risse im Granit

Selbst Granit ist zu beweglich für Atommüll.
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Das schwedische Endlagerkonzept, das bislang weltweit als führend galt, erweist sich im wahrsten Sinne des Wortes als brüchig: Im angeblich seit 1,6 Millionen Jahren stabilen Urgestein wiesen Geologen Spuren von Erdbeben nach. Allein in den zurückliegenden 10.000 Jahren bebte die Erde dort 58 Mal, und zwar bis zu Stärke acht auf der Richterskala. Zum Glück war da noch kein Atommüll im Berg.

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weiterführende Informationen

http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/fl...pdf Greenpeace-Flyer „Atommüll: Entsorgung ungelöst“ http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/ein-atommuellkonzept-mit-... „taz“-Bericht über die Risse im schwedischen Endlager-Granit

 

#62 Radioaktive Kochtöpfe

Aus Atomkraftwerken werden Töpfe.
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Ich war ein Atomkraftwerk – solche Sprüche könnten dereinst Töpfe und Pfannen zieren. Um die Entsorgungskosten von Atomanlagen zu drücken, verwässerte die rot-grüne Bundesregierung die Strahlenschutzverordnung. Ein Großteil des radioaktiven Abrissmaterials aus den Reaktoren darf jetzt als Hausmüll entsorgt oder recycelt werden. Guten Appetit!

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weiterführende Informationen

http://www.ippnw.de/atomenergie/atom_gesundheit/index.html?expand=2506... Informationen der „Ärzte gegen Atomkrieg“ (IPPNW) zur rot-grünen Novelle der Strahlenschutzverordnung

 

#63 Uranmüll für Russland

Die Urananreicherungsanlage Gronau lädt ihren Müll in Russland ab.
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Viele Tausend Tonnen abgereichertes Uran entsorgt die Gronauer Urananreicherungsanlage der Firma Urenco in Russland. Offiziell deklariert als »Kernbrennstoff« landet der Strahlenmüll in ›Verbotenen Städten‹ im Ural, wo die Behälter unter freiem Himmel liegen.

Für den angeblichen Wertstoff muss die russische Atomfirma Tenex allerdings nichts bezahlen. Vielmehr zahlt Urenco dafür, dass sie ihren Dreck loswird.

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weiterführende Informationen

http://www.antiatombonn.de/index.php?Itemid=17&id=107&option=com_conte... Informationen der Anti-Atom-Gruppe Bonn zu den uranmüll-Exporten von Gronau nach Russland http://www.boell.de/downloads/oekologie/Mythos_Weg_Inh_Buch_bearbeitet...pdf (Kapitel III.3) – Studie „Mythos Atomkraft“ der Heinrich-Böll-Stiftung

 

#64 Mondscheinphantasien

Der Mond ist zu weit weg.
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Erst hieß es, Atommüll sei gar kein Problem. Dann ersannen Wissenschaftler eine tolle Entsorgungsidee nach der anderen: Versickern im Boden. Versumpfen in »Atomteichen«. Einleiten ins Grundwasser. Ableiten in Flüsse. Versenken im Meer. In die Wüste legen. Verscharren im Boden. Einlagern in alten Bunkern. Einschweißen in eine Stahlkiste. Einfrieren im arktischen Eis. Abschießen in den Weltraum, wahlweise auch gleich zum Mond.

Letzterer war zu weit weg, weswegen der Vorschlag scheiterte. Einige andere kamen zur Anwendung.

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weiterführende Informationen

http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/asse_gorleben_und_...pdf Broschüre von .ausgestrahlt mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll http://www.zeit.de/1957/05/Atommuell-ins-Groenlandeis „Zeit“-Artikel von 1957 über Atommüll-Entsorgungs-Pläne

 

#65 Nukleare Alchimisten

Auch Transmutation löst das Atommüllproblem nicht.
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Als Wundermittel zur Beseitigung des Atommülls preisen sie manche: die Transmutation. Neutronen sollen langlebige Isotope in kurzlebige oder gar nicht mehr radioaktive Elemente verwandeln. Voraussetzung wäre, den hochradioaktiven Atommüll-Cocktail fein säuberlich in seine einzelnen Bestandteile zu trennen. Anschließend müsste man jeden Teil einer speziellen, sehr energieintensiven Behandlung in eigens dafür konstruierten Reaktoren unterziehen. Fazit: extrem aufwendig, gefährlich und teuer, die technische Realisierbarkeit fraglich. Außerdem bleibt weiterhin Atommüll übrig.

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weiterführende Informationen

http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2008/transmutation.pdf Hintergrundpapier des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zu den Chancen der Transmutation

 

#66 Versorgungssicherheit

Atomkraftwerke liefern keineswegs zuverlässig Strom.
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Strom aus Atom – das heißt schnell mal: Licht aus. Weil zum Beispiel im Atomkraftwerk Biblis A mehrere Tausend Dübel ausgetauscht werden müssen. Über ein Jahr produzierte der Reaktor deswegen keine einzige Kilowattstunde Strom. So wie Biblis B. Und wie das Atomkraftwerk Krümmel. Das ist schon zwei Jahre offline. Genauso wie das Atomkraftwerk Brunsbüttel …

2007 standen zeitweise sieben von 17 Reaktoren reparaturbedingt still. Und im Sommer sind Atomkraftwerke auch nicht zu gebrauchen: Da müssen sie wegen zu warmer Flüsse regelmäßig ihre Leistung drosseln.

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weiterführende Informationen

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/energie/Schw...pdf Greenpeace „Schwarzbuch Versorgungssicherheit“ http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/versorgu... Interview mit Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital zum Thema Versorgungssicherheit und Atomkraftwerke http://www.klima-luegendetektor.de/tag/stromlucke/ Der „Klima-Lügendetektor“ hat die Märchen von der „Stromlücke“ gesammelt und kommentiert

 

#67 Überkapazitäten

Atomkraftwerke sind überflüssig.
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Selbst 2007, als zeitweise sieben von 17 Atomkraftwerken stillstanden, hat Deutschland noch jede Menge Strom exportiert. Umweltbundesamt und Bundeswirtschaftsministerium haben unabhängig voneinander bestätigt: Es gibt keine Strom-Lücke, das Licht geht trotz Atomausstieg nicht aus. Abgeschaltete Atomkraftwerke können durch Erneuerbare Energien, Stromsparen und Kraft-Wärme-Kopplung ersetzt werden.

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weiterführende Informationen

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008... Artikel der „Berliner Zeitung“ zu den deutschen Strom-Exportüberschüssen trotz abgeschalteter Atomkraftwerke http://www.klima-luegendetektor.de/tag/stromlucke/ Der „Klima-Lügendetektor“ hat die Märchen von der „Stromlücke“ gesammelt und kommentiert http://www.uba.de/uba-info-presse/hintergrund/atomausstieg.pdf Kurzgutachten des Umweltbundesamtes „Atomausstieg und Versorgungssicherheit“

 

#68 Treibhauseffekt

Atomstrom ist nicht CO2-frei.
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Uranabbau, Uranerzaufbereitung und Urananreicherung verursachen erhebliche Mengen klimaschädlicher Treibhausgase. Schon heute hat Atomstrom deswegen eine schlechtere CO2-Bilanz als Strom aus Windkraft und sogar als Strom aus kleinen gasbetriebenen Blockheizkraftwerken. Künftig wird diese Bilanz noch schlechter ausfallen: Je geringer der Urangehalt im Erz, desto mehr (fossile) Energie verschlingt der Uranabbau.

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weiterführende Informationen

http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/downloads/doc/39227.php Arbeitspapier „Treibhausgasemissionen und Vermeidungskosten der nuklearen, fossilen und erneuerbaren Strombereitstellung“ des Öko-Instituts Darmstadt im Auftrag des Bundesumweltministeriums, 2007 http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/Atomenergie_dient_...pdf „Atomenergie dient nicht dem Klimaschutz“, Broschüre von .ausgestrahlt

 

#69 Klimaschutz

Atomkraft rettet das Klima nicht.
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Atomkraft deckt nur gut zwei Prozent des Weltenergieverbrauchs. Mit solch einer Nischentechnik rettet man das Klima nicht.

Im Gegenteil: Atomkraft blockiert den Ausbau der Erneuerbaren Energien, verhindert die Energiewende, animiert zur Stromverschwendung und bindet Kapital, das wir für zukunftsgerechte und nachhaltige Energiesysteme benötigen.

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weiterführende Informationen

http://www.jpberlin.de/www.ausgestrahlt.de/download/Atomenergie_dient_...pdf „Atomenergie dient nicht dem Klimaschutz“, Broschüre von .ausgestrahlt

 

#70 Effizienzniete

Atomkraft ist pure Energieverschwendung.
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Physikalisch bedingt können Atomkraftwerke nur etwa ein Drittel der bei der Kernspaltung freigesetzten Energie in Strom umwandeln. Die restlichen zwei Drittel heizen – ökologisch schädlich – die Flüsse und die Atmosphäre auf. Selbst Kohlekraftwerke haben einen besseren Wirkungsgrad.

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#71 Stromverschwendung

Atomkraft animiert zur Stromverschwendung.
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Atomkraftwerke rentieren sich nur, wenn sie dauernd laufen. Nachts wird aber weniger Strom benötigt. Kein Wunder, dass die Atomkonzerne jahrzehntelang für elektrische Nachtspeicherheizungen warben. Die laufen aber vor allem im Winter. Wohin also mit dem Atomstrom im Sommer? Der französische Atomkonzern Électricité de France (EdF), Vorreiter der Branche, hat auch hierfür schon eine brillante Geschäftsidee entwickelt: Er wirbt – für Klimaanlagen.

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weiterführende Informationen

http://www.sortirdunucleaire.org/index.php?menu=actualites&sousmenu=ed... Dossier des französischen Anti-Atom-Netzwerks „Sortir du Nucléaire“ über die Anstrengungen von EdF, den Stromverbrauch zu steigern (frz.)

 

#72 Subventionen

Die Atombranche kassiert Milliardensubventionen.
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Forschung und Entwicklung der Atomtechnik hat maßgeblich der Staat bezahlt. Sogar den Bau der ersten Atomkraftwerke hat er kräftig aus Steuergeldern mitfinanziert – und anschließend den Abriss der Ruinen.

Allein der Bund gab bis heute über 40 Milliarden Euro für Atomforschung aus. Die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) schüttete rund 400 Milliarden Euro an die Atomindustrie aus.

Und noch immer fließen jedes Jahr rund 200 Millionen Euro Steuergelder in neue Atomprojekte und Atomforschung. Dazu kommen Steuervergünstigungen, Beihilfen, Staatskredite und Exportbürgschaften in Milliardenhöhen für die Atomindustrie.

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weiterführende Informationen

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/100/1610077.pdf Angaben der Bundesregierung zu den Ausgaben des Bundes für Atomforschung und Atomtechnik seit 1974 http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,7378371,00.html Frontal21-Bericht über die Subventionen für Atomenergie http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=5... EUROSOLAR-Info zu den Kosten der Atomenergie http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0,,10739,00.pdf Kurzzusammenfassung der SPD-Bundestagsfraktion zu den staatlichen Ausgaben und Subventionen von Atomstrom

 

#73 Steuerfreier Brennstoff

Uranverbrauch ist steuerfrei.
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Als einziger Brennstoff wird Uran bisher nicht besteuert: ein Geschenk an die Atomkonzerne im Wert von 1,6 Milliarden Euro jährlich. Auch für die Treibhausgas-Emissionen, die bei der Herstellung des Atom-Brennstoffs anfallen, müssen die Atomkonzerne keine CO2-Zertifikate kaufen.

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